Hausbesitzer Ü-65 Gebäudesanierung: Aufklärung tut Not

Sanierungsbedürftige Wohnungen sind vor allem im Besitz von Rentnern. Die Bereitschaft der Über-65-Jährigen zur Sanierung ist jedoch viel niedriger als bei Jüngeren. Es mangelt ihnen an Wissen über Energiesparmöglichkeiten und die Höhe des Investitionsbedarfes. Heizungsbauer und Elektriker können aufklären.

Senioren sind seltener bereit zur energetischen Sanierung. - © Bernanamoglu/Fotolia

Gut 20 Prozent aller Eigentümer wollen in den nächsten Jahren in die energetische Modernisierung investierten. In allen Altersgruppen ist die Bereitschaft ähnlich hoch – außer bei den Über-65-Jährigen: Nur 16 Prozent denken über Maßnahmen nach. Dies ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) finanziert von den Landesbausparkassen (LBS).

Gerade den älteren Eigentümer ist unklar, welche finanziellen Einsparungen möglich sind und wie hoch die Investitionen dafür sein müssen. Sie gehen überproportional häufig davon aus, dass es sich für sie ohnehin nicht lohnt. Das fehlende Wissen über die Kosten einer energetischen Modernisierung ist fatal, da sie auch eine geringe Bereitschaft haben, einen Kredit aufzunehmen.

Staatliche Vorgaben nannten sie in der Umfrage häufig als intransparent. Auch die stetige Entwicklung bei der Förderung bringt sie eher zur Ansicht, erst einmal abzuwarten. Die Studienautoren raten daher Heizungsbauern und Elektrikern ihre Kunden mit praktischen Beispielen aufzuklären. Insgesamt investieren rund 75 Prozent der Eigentümer hauptsächlich, um Energiekosten zu sparen. Da zwei Drittel der Heizkosten in Eigenheimen und Eigentumswohnungen anfallen, sind deren Besitzer eine der wichtigsten Akteure für die Umsetzung der Energiewende. Ein Viertel der Hauseigentümer hat allein in den letzten drei Jahren eine energetische Modernisierung durchgeführt. dhz