Ermittlungen gegen ehemalige Müller-Brot-Chefs

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen nach der Insolvenz der Großbäckerei Müller-Brot auf die drei ehemaligen Geschäftsführer ausgeweitet. Es wird der Vorwurf der Insolvenzverschleppung geprüft.

Bei den neuen Ermittlungen geht es laut der Landshuter Staatsanwaltschaft darum, ob die Ex-Chefs von Müller Brot den Insolvenzantrag zu spät gestellt haben. Die Produktion von Müller-Brot in Neufahrn war im Januar wegen Hygienemängeln geschlossen worden, Mitte Februar meldete die Firma Insolvenz an. Zu den Geschäftsführern gehört auch der ehemalige Eigentümer Klaus Ostendorf.

Erst Anfang April kam heraus, dass Müller-Brot viel höher verschuldet war als bislang bekannt. 60 Millionen Euro Schulden hat das Unternehmen angehäuft.

Schons seit einem Jahr laufen auch Ermittlungen wegen gravierender Hygienemängel in dem Betrieb, die Müllre-Brot letztlich in die Insolvenz trieben.

Vor einem Monat hatte die Tochter des Firmengründers Hans Müller, Evi Müller, zusammen mit dem Münchner Bäcker Höflinger knapp 150 der rund 230 Filialen übernommen. Die neuen Eigner führen derzeit aber keine Verhandlungen um eine Wiederaufnahme der eigenen Produktion. Die Gespräche mit dem früheren Eigentümer Ostendorf liegen nach Unternehmensangaben auf Eis. bur