Sonderfaktoren drücken die Nachfrage Zahntechniker mit Geschäftslage nicht zufrieden

Die Zahntechniker in Deutschland sind mit der Geschäftslage im 1. Quartal 2012 nicht zufrieden. Das ergab eine Umfrage des Verbandes der Deutschen Zahntechniker-Innungen (VDZI). Demnach habe die Nachfrage darunter gelitten, dass viele Zahnärzte Behandlungen noch ins letzte Quartal 2011 vorgezogen hätten.

Viele Zahntechniklabore sind mit den Umsätzen im 1. Quartal 2012 nicht zufrieden. - © dondoc-foto/Fotolia.com

Der Umsatz der gewerblichen zahntechnischen Labore lag nach Auskunft des VDZI im ersten Quartal 2012 um 15,5 Prozent unter dem Niveau des Vorquartals. Dieser Nachfragerückgang sei saisonunüblich. Das Schlussquartal 2011 sei dagegen besser als erwartet gewesen. Das Ergebnis deute darauf hin, dass Zahnärzte Versorgungen vorgezogen haben, um zu Beginn des neuen Jahres die Umsetzung der vom Gesetzgeber geforderten elektronischen Abrechnung bei Zahnersatz gegenüber der Kassenzahntärztlichen Vereinigung (KZV) ohne Störung der Behandlungsabläufe in der Praxis bewältigen zu können.

Ein weiterer Hinweis auf diesen Vorzieheffekt sind nach Ansicht von VDZI-Generalsekretär Walter Winkler auch die nominal gefallenen Umsätze im 1. Quartal 2012 gegenüber dem Vorqaurtal um 2,2 Prozent. Denn die Preise in der Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung waren zum Jahresbeginn um 1,98 Prozent angehoben worden.

Insgesamt waren die Inhaber der zahntechnischen Meisterlabore mit dem Ergebnis im 1. Quartal 2012 nicht zufrieden. Lediglich 25,1 Prozent der befragten Betriebe hätten die Geschäftslage im Berichtsquartal als gut bewertet. Im Vorquartal waren es 41,1 Prozent. Als befriedigend wurde die eigene Geschäftslage von 43,2 Prozent der Labore beurteilt.

Der Ausblick der Betriebe auf das zweite Quartal 2012 ist von vorsichtigem Optimismus geprägt. Die Unsicherheiten bei der Einführung der elektronischen Abrechnung scheinen sich in den Zahnarztpraxen aufzulösen, was das Nachfrageverhalten auf den normalen Pfad zurückführt. Die Mehrheit der Betriebe erwarte deshalb auch die übliche saisonale Belebung der Nachfrage. dhz