Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) fordert die Politik erneut zum Handeln auf, damit die Energiewende endlich in Gang komme. Es gebe genug investitionswillige Immobilienbesitzer. Eine Umsetzung der Energieeinsparungsziele sei jedoch auch ohne finanzielle Förderung oder Steuererleichterung zu schaffen. Letztlich sei ein klares Wort besser als das ewige Hin und Her der Politik, so Verbandspräsident Manfred Stather. Unterstützt durch eine Werbekampagne könnten die Betriebe die KUnden auch so überzeugen.
Frank Muck

Die Hängepartie im Vermittlungsausschuss führe nämlich dazu, dass alle investitionswilligen Immobilienbesitzer auf eine Entscheidung zur Förderung abwarten. Denn, so Stather, jeder zweite Hausbesitzer mache sich Gedanken über einen mögliche Energieeinsparung. Nur 19 Prozent der Befragten träfen entsprechende Maßnahmen und nur ganze vier Prozent erneuerten ihre Anlagen.
Das Angebot an die Politik bleibe jedoch bestehen, gemeinsam mit der Branche die Energiewende in den Heizungskellern anzupacken und das Know-how der Fachbetriebe sowie das Vertrauen der Kunden in das Handwerk zu nutzen. Denn gerade jetzt gelte es die "Flucht des Geldes in die Immobilie“ zu nutzen. Der Trend, in deren Werterhalt zu investieren, solle man aktiv nutzen.
Spitzenbelastungen der Betriebe vermeiden
Stather formulierte die Forderung auch im Hinblick auf den auch in dieser Branche zu erwartenden Fachkräftemangel. Noch seien die Betriebe mit Mitarbeitern gut aufgestellt. "Es sollte aber nicht im Zuge einer hinausgeschobenen Energiewende zu Spitzenbelastungen kommen, die den Fachkräftemangel noch verschärfen“, so Stather.
Für dieses Jahr erwarten die Betriebe eine ähnliche Umsatzentwicklung wie im vergangenen Jahr mit einem Umsatzwachstum von drei Prozent.