Das Metallhandwerk leidet stark unter dem Fachkräftemangel. Rund die Hälfte der Betriebe befürchtet derzeit, nicht genug qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen. Um im Wettbewerb mithalten zu können, investiert die Branche stark in eine attraktivere Ausbildung. Der Fachverband Metall in Bayern ist dafür beispielgebend.
Frank Muck

Zwar gebe es keine belastbaren Zahlen über den Fachkräftemangel, doch vermehrt meldeten sich Betriebe beim Verband, die für ihre Stellenausschreibungen keine Bewerber mehr fänden.
Christian Metges, Vizepräsident des BVM, erläuterte anhand eines neuen Projektes des Fachverbandes Metall Bayern, wie der Fachkräftenachwuchs in Zukunft gesichert werden könnte. Am 14. Juni eröffnet ein neues Ausbildungszentrum in Garching, in dem Erkenntnisse der Hochtechnologie stärker in die Ausbildung mit einfließen sollen. Die Ausbildung erfolgt deshalb in Kooperation mit der Technischen Universtität München. Die Metall-Innung hat auf über 1250 Quadratmetern mehrere Schulungsräume sowie zwei überbetriebliche Ausbildungswerkstätten samt der Innungsgeschäftsstelle errichtet.
Das nach Metges Worten deutschlandweit einmalige Zentrum soll beispielgebend sein für einen Wissenstransfer von der Hochschule in die praktische Ausbildung und damit einerseits die Ausbildung fortlaufend auf dem neuesten Stand der Technik sowie eine Karriere im Metallhandwerk weiterhin attraktiv halten. Da die Ausbildung in der Branche aufgrund der Komplexität der Technik aber sehr hohe Anforderungen an die Vorbildung der Lehrlinge setze, würden zunehmend auch Schulabsolventen mit höheren Abschlüssen gesucht. Hauptschüler mit einem soliden Schulabschluss seien aber weiterhin willkommen, zumal die die überbetriebliche Ausbildung die Lehrlinge auf die Anforderungen der Ausbildung gut vorbereite.