Eine deutliche Umsatzsteigerung von 3,2 Prozent konnte das deutsche Fleischerhandwerk im vergangenen Jahr verzeichnen, wie der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes Heinz-Werner Süss im Vorfeld der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München erklärte. Allerdings haben die hohen Energiekosten und Rohstoffpreise dafür gesorgt, dass die Betriebsergebnisse nicht verbessert wurden.
Der Verbandsvorsitzende führt die Umsatzsteigerung zum großen Teil auf das wachsende Geschäft mit dem Party-Service zurück. Insgesamt sei der Fleischverzehr pro Kopf der Bevölkerung allerdings gleich geblieben.
Das deutsche Fleischerhandwerk zählte am Jahresende 2011 insgesamt 14.969 eigenständige Meisterbetriebe mit 10.283 Filialen. Hinzu kommen mobile Verkaufsstellen z. B. auf Wochenmärkten, deren Anzahl der Verband auf ca. 5.000 schätzt.
Viele unbesetzte Lehrstellen
Probleme bereitet dem Fleischerhandwerk der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel. Allein die Zahl der offenen Lehrstellen schätzt Verbands-Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs auf 3.000 bis 4.000 im Handwerk und im Verkauf.
Auf der IHM ist das Handwerk mit einer gläsernen Wurstküche vertreten. Der bayerische Landesinnungsmeister und Bundesvize Georg Schlagbauer: "Wir präsentieren ein traditionelles Handwerk mit modernen Produktionsmethoden. Junge Metzgermeister und Verkaufsleiterinnen aus den bayerischen Fleischerschulen zeigen die Freude und Kreativität des Berufes. Darauf sind wir stolz." rub
