Noch gute Stimmung im E-Handwerk

Die elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe in Deutschland sind mit der Geschäftsentwicklung im vergangenen Halbjahr sehr zufrieden, sehen aber nicht ganz so optimistisch in die Zukunft.

Das E-Handwerk ist mit der Geschäftsentwicklung im vergangenen Halbjahr sehr zufrieden. Foto: Aktion Modernes Handwerk

Noch gute Stimmung im E-Handwerk

Der Geschäftsklimaindex für das letzte Halbjahr kletterte auf 74 Punkte und erreichte damit einen neuen Höchststand. In der Einschätzung der Konjunkturlage haben sich Ost und West in den vergangenen Jahren kontinuierlich angeglichen. Allerdings stellt sich die Beschäftigten- und die Auftragsentwicklung in den alten Bundesländern immer noch besser dar als in den neuen.

Vor dem Hintergrund der Berichterstattung über die Finanzkrise ist der Index für die Perspektiven auf die künftige Geschäftsentwicklung gefallen, die Erwartungen für das kommende Halbjahr sind leicht gesunken. Laut ZVEH sei dies aber angesichts des hohen Werts für die gegenwärtige Geschäftsentwicklung nicht verwunderlich. Bemerkenswert sei aber, dass die Zahl derer, die mit einer Verbesserung rechnen, immer noch größer sei als die Zahl derjenigen, die sich auf eine Verschlechterung einstellen (12,7 zu 9,8 Prozent). 77 Prozent der Befragten erwarten keine Veränderung.

Preise gestiegen

Auch die Beschäftigtenlage wird von den Betrieben positiv beurteilt, sowohl was die Gegenwart als auch, was die Zukunft angeht. Betriebe mit mehr Beschäftigten schätzen die Situation dabei besser ein als Betriebe mit weniger Beschäftigten. Kleinstbetriebe beurteilen die Zukunftslage etwas schlechter als größere Unternehmen. Aktuell scheint die Auftragslage aber noch sehr günstig zu sein: Mehr als jeder zweite Betrieb berichtet von einem Auftragsbestand von mehr als vier Wochen. Im Vergleich zum Herbst 2010 hätten die Aufträge von Privatkunden deutlich zugenommen, aber auch die gewerbliche Wirtschaft vergebe wieder mehr Aufträge. Dabei spielten Aufträge von Wohnungsbaugesellschaften und gewerblichen Auftraggebern im Osten eine wichtigere Rolle, im Westen gelte dies für Privatkunden. Von der Öffentlichen Hand kämen wenig Impulse.

Mehr als drei Viertel der E-Handwerksbetriebe berichten, dass die Einkaufspreise in den vergangenen sechs Monaten gestiegen seien. 30 Prozent meldeten, dass sie höhere Angebots- und Verkaufspreise am Markt durchsetzen konnten. Gestiegene Umsätze verzeichneten 35 Prozent der Betriebe im Handwerksbereich, gegenüber 13 Prozent im Handel.

dhz