Handwerksunternehmen gewinnt Deutschen Arbeitsschutzpreis

Das Handwerksunternehmen Bad & Heizung Kreuz aus Schallstadt in Baden-Württemberg ist einer von vier Preisträgern des Deutschen Arbeitsschutzpreises.

Die Preisträger des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2011 mit den Vorsitzenden der Jury. Foto: DGUV/Floß

Handwerksunternehmen gewinnt Deutschen Arbeitsschutzpreis

Über 200 Unternehmen hatten sich beworben, am Schluss hielten vier glückliche Unternehmer ihre Preise in den Händen. Die Bad & Heizung Kreuz GmbH wurde neben zwei weiteren Betrieben in der Kategorie "Prozesslösungen" ausgezeichnet. Das Unternehmen bietet seinen Kunden in Schallstadt und Umgebung passende Lösungen für Heizung und Energie, Sanitärausstattung und Komplettsanierungen.

Unter Beteiligung aller 18 Beschäftigten und Auszubildenden hat das Unternehmen passgenaue Instrumente für einen kleinen Betrieb entwickelt, die zeigen, wie Arbeitsschutz praxisnah in die alltäglichen Abläufe integriert werden kann. Zu diesem Zweck initiierte Bad & Heizung Kreuz ein gewerbeübergreifendes Netzwerk mit fünf Handwerksbetrieben. Gemeinsam mit Forschungspartnern, der Handwerkskammer Freiburg und den Innungskrankenkassen Baden-Württemberg wurden Arbeitsschutzkonzepte entwickelt, die auch die Gesundheitsförderung mit einschließen. Zur neuen Sicherheitskultur gehören Gesprächsprotokolle, Checklisten, feste Regeln oder spezielle Arbeitskleidung.

"Betrieblicher Arbeitsschutz und Prävention gelingen dann besonders gut, wenn in Unternehmen alle an einem Strang ziehen. Diese Erfahrung haben viele der Unternehmen gemacht, die sich um den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2011 beworben haben", erklärten die Initiatoren des Wettbewerbs. "Ein nachhaltiges Bewusstsein für die Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit entsteht dabei nicht von heute auf morgen. Hierfür braucht es Entschlossenheit, Ausdauer und Offenheit für neue Ideen - und das ist unabhängig von der Größe des Betriebs oder des Budgets."

Der Deutsche Arbeitsschutzpreis 2011 wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ausgelobt. In der Jury sitzen Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden, auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks ist dort vertreten.

jf