Gebäudesanierung: Letzte Chance zur Einigung

Um die energetische Gebäudesanierung wird bis zuletzt gekämpft. Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler fordert gegenüber DHZ-Online eine bessere steuerliche Absetzbarkeit. In dieser Woche endet die Frist, um doch noch den Vermittlungsausschuss anrufen zu können.

Gebäudesanierung: Letzte Chance zur Einigung

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat die Bundesländer aufgefordert, ihren Widerstand gegen die geplante steuerliche Absetzbarkeit bei der energetischen Gebäudesanierung aufzugeben. "Ich würde einen neuen Anlauf im Vermittlungsausschuss begrüßen", sagte Rösler in der Online-Ausgabe der "Deutschen Handwerks Zeitung". Sonst könnten die Ziele einer höheren Sanierungsrate und auch die der Energiewende nicht erreicht werden.

"Ohne die steuerliche Absetzbarkeit würde ein wichtiger Impuls fehlen. Wir wollen ja nicht so weitermachen wie bisher, sondern diese Impulse für Energieeffizienz beschleunigen und verstärken", sagte Rösler. 40 Prozent des Stromverbrauchs entfällt in Deutschland auf den Gebäudebereich.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, hatten vergangene Woche einen Appell an die Länder gerichtet. Mehrere Wirtschaftsverbände haben in einem gemeinsamen Brief an die Ministerpräsidenten die Anrufung eines Vermittlungsausschusses angemahnt, um die steuerliche Absetzbarkeit doch noch Realität werden zu lassen. Eine letzte Chance ist die Sitzung des Bundesrates am kommenden Freitag (23. September).

dhz