Ostdeutsche Bauunternehmer bewerten ihre Geschäftsaussichten nicht mehr so gut wie noch vor Sommerbeginn. Die Lage der Unternehmen ist laut dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) aber trotz abflauender Stimmung immer noch gut.
Baukonjunktur schwächt sich ab
Im Hochbau hat die IWH-Befragung unter 300 ostdeutschen Unternehmen ergeben, dass sich die Geschäftslage zwar nicht mehr ganz so gut darstellt wie noch im Juni 2011. bei den Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr beleiben die Unternehmer jedoch vergleichsweise optimistisch.
Zwar seien die Auftragseingänge und die Baugenehmigungen der gewerblichen Investoren wieder rückläufig. Aber von den privaten Haushalten kämen nach wie vor Aufträge. Laut dem IWH sind die niedrigen Zinsen ein Grund dafür.
Im Ausbaugewerbe wird im Gegensatz zum Hochbau die Lage nicht schlechter, als zu Sommerbeginn eingeschätzt. Die energetische Gebäudesanierung dürfte beim Ausbau auch weiterhin der Treiber bleiben. Zwar sei sie bei den Wohnungsunternehmen schon weit vorangeschritten, jedoch dürfte die aufgestockte Förderung auch noch die Eigennutzer zu Sanierungen bewegen.
Die Lage im Tiefbau hingegen trübt sich ein. Die Auftragseingänge stagnierten nach Angaben der Unternehmer zuletzt. Das IWH geht davon aus, dass die im ersten Quartal ausgelöste hohe Bauorder den Tiefbau noch stützten wird. Jedoch sei für später aufgrund der Anforderungen des Schuldenabbaus eine deutlichere Dämpfung von Seiten der öffentlichen Auftraggeber zu erwarten.
rh