Solaranlagen werden immer günstiger – Stromkosten sinken

Photovoltaik wird für immer mehr Hausbesitzer rentabel. Die jährlichen Neuinstallationen bei Solarstrom-Systemen haben sich bereits 2010 beinahe verdoppelt. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft sinken zudem die Preise der Anlagen und der Kosten von Solarstrom.

Solaranlagen werden immer günstiger – Stromkosten sinken

Die Preise für fertig installierte Photovoltaik-Aufdachanlagen konnten seit 2006 mehr als halbiert werden. Der durchschnittliche Endkundenpreis pro Kilowatt Leistung lag laut BSW-Solar bei rund 2.400 Euro – fünf Jahre zuvor waren es noch 5.000 Euro.

"Technologischer Fortschritt und Massenfertigung machen Solarenergie zum Preisbrecher und unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende", sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Seiner Einschätzung nach wird sich der Absatz von Solarmodulen bis 2020 mindestens verdreifachen: "Je stärker der Photovoltaik-Weltmarkt in den nächsten Jahren wächst, desto schneller wird Solarstrom wettbewerbsfähig."

Umso günstiger die Anlagen sind, umso mehr einzelne Hausbesitzer werden sich wahrscheinlich auch dafür entscheiden, in ein Solarstrom-System zu investieren. Stimmen die Prognosen, können sich auch die Installationsbetriebe auf neue Aufträge freuen.

Aber auch für die Anlagenbesitzer und demnach für diejenigen, die den Strom verbrauchen, gibt es gute Neuigkeiten. Denn auch die Kosten des Solarstroms selbst sinken rapide. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben sie sich mehr als halbiert. Berechnungen der Beratungsunternehmen Roland Berger und Prognos ergaben, dass bereits 2013 der in Deutschland auf dem eigenen Hausdach produzierte Solarstrom günstiger sein wird als die meisten Haushaltsstromtarife der Energieversorger. dhz