90 Prozent der 75.000 Elektrohandwerksbetriebe in Deutschland beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage positiv. Bei der Frühjahrskonjunkturumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, klettert der ZVEH-Geschäftsklimaindex auf den historischen Spitzenwert von 68 Punkten und verbessert sich im Vergleich zum Frühjahr 2010 um zehn Punkte.
Stimmung bei den E-Handwerken im Frühjahr 2011 gestiegen
"Für die anhaltende Top-Stimmung sorgen vor allem spürbar mehr Aufträge aus der gewerblichen Wirtschaft und von Privathaushalten, der Aufschwung hat sich stabilisiert“, sagt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi. Besonders erfreulich sei, dass die Stimmung in Ost- und Westdeutschland gleich ist. "Die gute Lage wirkt sich auf die Beschäftigung aus: Jedes vierte Unternehmen meldet offene Stellen“, so Jakobi. Optimistisch ist auch der Blick nach vorn: knapp drei Viertel der Befragten erwarten, dass die Lage im kommenden Halbjahr gut bleibt, 16 Prozent sehen sogar noch Luft nach oben.
Einkaufspreise gestiegen
45 Prozent der befragten Betriebe beantworteten die Frage nach ihrer gegenwärtigen Geschäftslage mit "befriedigend“, ebenso viele mit "gut“. 29 Prozent der Befragten im Handwerksbereich berichteten von höheren Umsätzen, 16 Prozent im Handelsbereich. Allerdings sind die Einkaufspreise deutlich gestiegen: Acht von zehn Betriebsinhabern registrierten in den vergangenen sechs Monaten gestiegene Einkaufspreise und nur drei von zehn konnten höhere Verkaufspreise am Markt durchsetzen. "Die Mitgliedsbetriebe sind auf zukunftsträchtigen, aber eben auch hart umkämpften Geschäftsfeldern tätig. Die Umsätze sind zwar hervorragend, die Ertragslage lässt wegen der scharfen Konkurrenz aber deutlich zu wünschen übrig“, so Jakobi.
Nachdem die E-Handwerksbetriebe 2010 etwas weniger Beschäftigte hatten, scheint sich jetzt eine Wende abzuzeichnen. 20 Prozent haben im vergangenen Halbjahr Personal eingestellt, 18 Prozent wollen in den kommenden Monaten die neue Mitarbeiter einstellen (Frühjahr 2010: 9 Prozent). Jeder zweite Betrieb im E-Handwerk bildet aus, im Schnitt gibt es 3,4 Auszubildende pro Betrieb.
dhz