Das Handwerk macht zum Weltfrauentag am 8. März auf die Chancen für Frauen in diesem Wirtschaftsbereich aufmerksam. „Ob als Unternehmerfrau, Betriebsgründerin, Mitarbeiterin oder Auszubildende, Frauen sind im Handwerk heute eine feste Größe“, schreibt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).
Frauentag ist bei uns immer
27 Prozent der neuen Auszubildenden und 24 Prozent der Existenzgründer im Handwerk sind inzwischen weiblich. Damit ist der Wirtschaftsbereich für Frauen attraktiv wie nie. Als Gründe dafür nennt der ZDH die vielfältigen Berufsfelder, gute Karrierechancen und ein familienfreundliches Arbeitsumfeld. Hinzu kommt, dass moderne Werkzeuge und automatisierte Maschinen die handwerklichen Arbeitsabläufe verändert haben; nicht mehr Manneskraft ist allentscheidend. So sind Berufe wie Tischlerin, Systemelektronikerin oder Malerin und Lackiererin, die lange als klassische Männerberufe galten, in den vergangenen Jahren unter jungen Frauen immer beliebter geworden.
Eine so hohe Familienaffinität ist dem Handwerk ohnehin nicht abzusprechen. Mehr als 75 Prozent der Handwerksbetriebe sind Familienfirmen. Hier sei es demnach eine Selbstverständlichkeit, Familie und Beruf in Einklang zu bringen, so der ZDH. Und: Die Frauen selbst haben sich geändert. „Gerade die Unternehmerfrauen treten immer selbstbewusster auf und sehen sich zu Recht auch als qualifizierte Führungskräfte“, erläutert Heidi Kluth, Vorsitzende des Bundesverbands Unternehmerfrauen im Handwerk. Als „Mit-Chefin“ übernehmen sie wichtige kaufmännische Aufgaben, wie die Buchhaltung und Kreditgespräche. „Frühere Formulierungen, sie wären die gute Seele des Betriebes, sind mit dem heutigen Selbstverständnis einfach nicht mehr zu vereinbaren“, berichtet Kluth weiter. Viele Handwerksorganisationen bestärken Frauen im Handwerk und bieten umfassende Beratungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
dhz