Sechs Denkmaleigentümer und 17 Handwerker, die an den Restaurierungsmaßnahmen beteiligt waren, wurden ausgezeichnet. Sie haben den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege entgegengenommen.
Bundespreis für Denkmalschutz in Berlin verliehen
Ohne das ausgesprochen hohe Niveau der handwerklichen Leistungen wären Denkmalschutz und -erhalt nicht möglich, betonte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Denn mehr als ein Dutzend verschiedene Fachrichtungen des Handwerks tragen mit ihrer täglichen Arbeit dazu bei, ein Stück Vergangenheit zu bewahren.
Der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem ZDH verliehen. Die Auszeichnung wird jährlich in zwei Bundesländern ausgelobt. Nun wurde der Preis in Berlin verliehen, am 27. November wird auch in Rheinland-Pfalz eine Auszeichnung vergeben. Die an der Restaurierung beteiligten Handwerker werden mit Ehrenurkunden ausgezeichnet, für die privaten Denkmaleigentümer ist der Bundespreis pro Bundesland mit jeweils 15.000 Euro dotiert.
Erster Preis: Restaurierung eines Mietshauses aus dem Jahre 1852
Der erste Preis ging dieses Mal an Britta Ehlich für die Restaurierung eines Mietshauses in Kreuzberg. Unbeirrbarer Einsatz und handwerklich geschulte Akribie haben aus einem Gebäude, das 1852 erbaut wurde, wieder ein Architekturjuwel gemacht. Sie erhielt ein Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro. Zwei Tischlereien, ein Dachdeckerbetrieb und ein Betrieb aus dem Rolladen- und Jalousiebau wurden ebenfalls ausgezeichnet.
Der zweite Preis ging an zwei Preisträger: Zum einen an die Admiralspalast Berlin GmbH. Mit großem Gespür für den Wert der originalen Gebäudedetails ist es dort gelungen, einen Kulturstandort wieder zu Leben zu erwecken und dem historischen Gebäude neuen Glanz zu verleihen. Ebenfalls mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurden Olin Roenpage und Penelope Winterhager. Sie haben die Wiederherstellung eines Zehlendorfer Wohnhauses in seinem Originalzustand der 20er Jahre ermöglicht.
Denkmalschutz profitiert von dem Beschluss des Haushaltsausschusses
Den dritten Preis erhielten Joachim Ferone und Bianca Perle-Ferone für die sensible Wiederherstellung eines Mehrfamilienhauses in Friedenau. Zudem wurden die Vattenfall Europe Wärme AG für die Restaurierung des Heizwerks in Berlin-Pankow sowie die N. Berggruen Holding GmbH für die Restaurierung des Café Moskau an der Karl-Marx-Allee mit einem Sonderpreis bedacht. Die Auszeichnung wurde durch den regierenden Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, Karl-Heinz Schneider, Präsidiumsmitglied des ZDH, und Rosemarie Wilcken aus dem Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vorgenommen.
Der Denkmalschutz profitiert im Übrigen von dem kürzlichen Beschluss des Haushaltsausschusses: Insgesamt bewilligte die Regierung zusätzliche 27 Millionen Euro für den Kulturetat, davon sind 20 Millionen für den Denkmalschutz eingeplant.
kin