Illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit im Maler- und Lackiererhandwerk - dagegen haben das Bundesfinanzministerium, der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV Farbe) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt ein Bündnis unterzeichnet.

Bündnis gegen Schwarzarbeit
Die Bündnispartner kritisieren, die Schwarzarbeit in Deutschland habe ein Niveau erreicht, durch das gesetzestreue Betriebe und Arbeitnehmer geschädigt würden. Ihrer Ansicht nach gefährdet die Schwarzarbeit viele Arbeitsplätze. Ziel des Bündnisses ist es unter anderem, das allgemeine Bewusstsein für die negativen Folgen von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung zu schärfen.
"Als personalintensives Handwerk sind wir auf faire Wettbewerbsbedingungen am Markt angewiesen", sagte Karl August Siepelmeyer, Präsident des BV Farbe, bei der Vorstellung des Bündnis. "Angesichts des hohen Preisdruckes am Markt müssen wir leider immer wieder erleben, dass einzelne Anbieter mit Preisen agieren, die nur über illegale Praktiken erklärbar sind."
Staatliches Handeln allein reiche nicht
Mit hoheitlichem Handeln allein, könne man dem Problem der Schwarzarbeit nicht Herr werden, sagte Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen. "Hier sind alle gesellschaftlichen Gruppen gefordert, vom privaten Auftraggeber, über den Kleinhandwerker bis zum Großunternehmer und natürlich auch die Arbeitnehmer." Koschyk lobte die öffentliche Beteiligung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen an dem Bündnis. Von den Gesprächen mit den Bündnispartnern erwartet sich der Staassekretär neue Impulse für die Bekämpfung der Schwarzarbeit.
Das Bündnis soll den Informationsfluss zwischen Verbänden und der Finanzkontrolle vor Ort weiter verbessern. Außerdem werden die Bündnispartner einen Arbeitskreis auf Bundesebene einrichten. Dieser soll praktische Ansätze entwickeln, um die Schwarzarbeit zu bekämpfen. Die Finanzkontrolle der Zollverwaltung wird weiterhin regelmäßig Betriebe und Mitarbeiter kontrollieren. Der BV Farbe wird das Bundesfinanzministerium über Marktentwicklungen im Zusammenhang mit Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung informieren.
kin