Gute Geschäfte Raumausstatter: Bessere Stimmung als im Gesamthandwerk

Die Raumausstatter beurteilen ihre Geschäftslage besser als Handwerker in anderen Berufen. Das ergab eine Umfrage des Raumausstatterverbandes unter seinen Mitgliedsbetrieben.

Raumausstatter: Bessere Stimmung als im Gesamthandwerk

Fast 70 Prozent des Gesamthandwerks bewerten die Geschäftslage als zufriedenstellend oder gut. Bei den organisierten Raumausstatterbetriebe sind es sogar 88 Prozent. Ihre positive Grundhaltung lässt sich mitunter an der Erwartungshaltung festmachen: Knapp 80 Prozent des Gesamthandwerks rechnen für die kommenden Monate mit zumindest zufriedenstellenden Geschäften. Bei den Inhabern der Raumausstatterbetriebe sind es sogar 87 Prozent.

Jeder Fünfte rechnet mit Verbesserung

Besonders erfreulich ist es für den ZVR, dass jeder fünfte der befragten Mitgliedsbetriebe mit einer Verbesserung rechnet. Dabei profitiert das Raumausstatter-Handwerk von der insgesamt positiven Stimmung im Ausbaugewerbe.

Da die Nachfrage nach Modernisierung und Sanierung, zum Teil gestützt durch Förderprogramme, auf hohem Niveau bleibt, schneidet im Ausbaugewerbe die Beurteilung der Geschäftslage im Gesamthandwerk am besten ab. Im letzten Halbjahr gaben 32 Prozent der Betriebe eine Umsatzsteigerung an. Und 45 Prozent immerhin einen unveränderten Umsatz.

"Handwerkliche Qualität ist wieder gefragt"

ZVR-Präsident Norbert Berndt fühlt sich durch dieses Ergebnis bestätigt. "Gerade die handwerkliche Qualität unserer Mitglieder, die Meisterqualifikation und Innungszugehörigkeit, beweisen, macht die Betriebe für den Endkunden attraktiv. Die 'Geiz-ist-geil-Mentalität' nimmt glücklicherweise ab und handwerkliche Qualitätsarbeit ist wieder gefragt.“

Unter den verschiedenen Handwerksbereichen, die Raumausstatterbetriebe ausüben, erwirtschaften vor allem Dekorationen, Bodenbelagsarbeiten und Polstern einen hohen Prozentsatz.

Zur positiven Grundhaltung passt auch die Zahl der in den Betrieben angebotenen Stellen. – dreimal so viele wie noch im Herbst 2009. Allerdings könne diese Zahl auch ein erster Hinweis auf einen Fachkräftemangel sein, warnt der ZVR. Der Verband rechnet damit, dass der Fachkräftemangel mittelfristig auch das Raumausstatter-Handwerk erreichen wird. Umfragen unter den Mitgliedsbetrieben zufolge, sei es jedoch noch nicht problematisch, neue Azubis oder Mitarbeiter zu finden.

dhz