In den beiden Ausbildungsberufen Fleischer und Fleischerreifachverkäufer gibt es zum Ende der Einstellungsphase deutlich mehr freie Ausbildungsplätze als Bewerber. 263 unvermittelten Bewerbern stehen 673 unbesetzte Lehrstellen gegenüber.

Deutlich mehr Lehrstellen als Bewerber
Diese Zahl geht aus der neuesten Berufsberatungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Besonders bei den Fachverkäuferinnen trete dieses Missverhältnis zu Tage. Hier standen Ende September bundesweit 438 noch unbesetzte Ausbildungsplätze zur Verfügung. Nur 94 junge Menschen suchten demgegenüber eine Lehrstelle in dem Verkaufsberuf. Im Zeitraum von Anfang Oktober 2005 bis Ende September dieses Jahres registrierte die BA insgesamt 1.457 Interessenten für den Verkaufsberuf. Demgegenüber standen im selben Zeitraum 5.175 gemeldete freie Stellen.
Auch beim Fleischernachwuchs gibt es mehr freie Stellen als Interessenten. Hier suchten zum Ende des Vermittlungsjahres 2006 in ganz Deutschland 169 Personen einen Ausbildungsplatz als Fleischer. Die Berufsberatungsstatistik weist jedoch noch 235 unvermittelte Stellen aus. Im gesamten Ausbildungsjahr registrierte die BA hier 2.622 Bewerber auf 2.954 Stellen.
Gründe für die Ausbildungssituation im Fleischerhandwerk sieht der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) in einem veralteten Bild des Fleischerberufes in der Öffentlichkeit aber auch im Mangel an geeigneten Bewerbern. Der DFV will auf dieses Problem mit verstärkter Nachwuchswerbung. Ein neuer Nachwuchsfilm sei gerade in Arbeit. Auch die jüngst in Kraft getretenen neuen Ausbildungsordnungen sollen das Fleischerhandwerk für junge Menschen attraktiver machen.