Verband der Europäischen Autohersteller In Europa werden weniger Autos verkauft

Das Ende der Abwrackprämien in zahlreichen europäischen Ländern hat im April erstmals seit zehn Monaten zu einem Rückgang der Autoverkäufe geführt. Im vergangenen Monat verkauften die Händler in den 27 Staaten der Europäischen Union sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz mit 1,17 Millionen Neuwagen 6,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

In Europa werden weniger Autos verkauft

Nach den starken Vormonaten lag das Plus von Januar bis April laut dem Verband der Europäischen Autohersteller (ACEA) noch bei 5,2 Prozent und 4,94 Millionen verkauften Fahrzeugen.

Bereits Anfang Mai hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitgeteilt, dass die Zahl der Neuzulassungen im April binnen Jahresfrist um 31,7 Prozent auf 259 414 gesunken sei.

Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) verzeichneten die größten westeuropäischen Märkte außerhalb Deutschlands im April hingegen ein Zulassungsplus. Demnach seien in Großbritannien im vergangenen Monat elf Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt worden, in Spanien sogar 39 Prozent mehr. Der französische Markt habe sein Vorjahresniveau um zwei Prozent überschritten.

Wie der Verband weiter mitteilte, erhöhte sich in den USA der Absatz von Light Vehicles (Pkw und leichte Trucks) im April um ein Fünftel auf 979.600. Bis einschließlich April seien mit mehr als 3,5 Millionen Light Vehicles 17 Prozent mehr verkauft worden als 2009. Dabei habe der Absatz deutscher Anbieter mit einem Zuwachs von 19 Prozent stärker zugelegt als der Gesamtmarkt.

In China hätten die Pkw-Verkäufe im April um mehr als ein Drittel zugenommen. Zwar habe der chinesische Markt damit sein Wachstum der vorangegangenen Monate beibehalten können, allerdings habe sich die Pkw-Nachfrage trotz anhaltender Konjunkturprogramme etwas verhaltener als noch zu Jahresbeginn entwickelt. Bis einschließlich April wuchs der Absatz von Pkw in China um fast zwei Drittel auf knapp 3,7 Millionen Einheiten und übertraf den der USA um rund 160.000 Fahrzeuge.

ddp