Einigung im Tarifkonflikt Gebäudereiniger erzielen Tarifeinigung nach Streik

Rund eine Woche nach dem Beginn eines unbefristeten bundesweiten Streiks haben die Gebäudereiniger mit den Arbeitgebern überraschend eine Tarifeinigung erzielt.

Gebäudereiniger erzielen Tarifeinigung nach Streik

Die Löhne werden zum 1. Januar 2010 in Ost-Deutschland um 3,8 Prozent, in West-Deutschland um 3,1 Prozent angehoben, wie der Bundesinnungsverband des Gebäudereinigerhandwerks am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Ab 1. Januar 2011 folgten in einer zweiten Stufe Erhöhungen in Höhe von 2,5 Prozent in Ost- und 1,8 Prozent in West-Deutschland. Daneben seien Vereinbarungen zur Arbeitszeitflexibilisierung und Altersversorgung getroffen worden.

Die Einigung war überraschend erfolgt, nachdem sich die Spitzen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit den Arbeitgebern zu einem Gespräch getroffen hatten. Dabei war allerdings zuvor betont worden, dass es sich nicht um Tarifverhandlungen handle.

Die im Januar begonnenen Gespräche waren im August abgebrochen worden. Der letzte Tarifvertrag für die bundesweit rund 860.000 Gebäudereiniger, der Mindeststundenlöhne von 8,15 Euro im Westen und 6,58 Euro im Osten vorsah, war am 30. September ausgelaufen. Die IG BAU forderte 8,7 Prozent mehr Geld sowie eine Angleichung der Ost-Gehälter an das Westniveau. Außerdem wollte die Gewerkschaft eine betriebliche Altersvorsorge im Tarifvertrag regeln. Die Arbeitgeber boten zuletzt 3,0 Prozent mehr für die Beschäftigten in den alten Bundesländern und 3,6 Prozent mehr im Osten.

ddp