Die Arbeitgeberseite zeigt sich wenig beeindruckt von den unbefristeten bundesweiten Arbeitsniederlegungen der Gebäudereiniger. "Wir nehmen sie zur Kenntnis", sagte der Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks, Johannes Bungart.
Arbeitgeber wenig beeindruckt von Gebäudereinigerstreiks
"Die große Mehrzahl unserer Kunden kann heute und auch in den kommenden Tagen mit sauberen Gebäuden rechnen", fügte er hinzu.
Grundsätzlich sei der Innungsverband auf Grundlage des aktuellen Angebotes "gesprächsbereit". Zuletzt hat der Verband 3,0 Prozent mehr für die Beschäftigten in den alten Bundesländern und 3,6 Prozent mehr im Osten geboten. Anlass für ein neues Angebot sieht er aufgrund des Streiks nicht. Dem für den 28. Oktober geplanten Spitzengespräch mit Vertretern der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die zu dem Arbeitskampf aufgerufen hat, sieht er "vorsichtig optimistisch" entgegen.
Rund 2.200 Reinigungskräfte waren am Dienstag bundesweit dem Aufruf der IG BAU zu einem Streik gefolgt. Der Arbeitskampf ist unbefristet und soll in dem Umfang fortgesetzt werden, bis die Arbeitgeber ein aus ihrer Sicht verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, wie die IG BAU am Dienstag mitteilte. Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit rund 860.000 Gebäudereiniger 8,7 Prozent mehr Geld. Der letzte Tarifvertrag, der Mindeststundenlöhne von 8,15 Euro im Westen und 6,58 Euro in den neuen Ländern vorsah, war am 30. September ausgelaufen.
ddp