Vier Abgeordnete mit Bezug zu den elektro- und informationstechnischen Handwerken sind im neuen Bundestag vertreten. Damit sind die Kontakte in die Legislative nochmals verstärkt.
Handwerker im 17. Deutschen Bundestag
Für den Wahlkreis 168 Waldeck in Hessen wurde neu Björn Sänger gewählt. Er war von März 2005 bis dato beim Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationtechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt/Main, als Referent der Geschäftsführung tätig. Erneut in den Bundestag gewählt wurden die Elektromeister Klaus Brähmig (CDU), Heinz-Peter Haustein (FDP) und Jens Koeppen (CDU).
Björn Sänger erhielt in seinem Wahlkreis 14,7 Prozent der Zweitstimmen. Der 34-jährige Diplom-Ökonom aus Ahnatal bei Kassel ist seit 1991 politisch tätig und kandidierte zum dritten Mal für den Deutschen Bundestag. Nach seinem Wirtschaftsstudium an der Universität Kassel und seinen Tätigkeiten als Unternehmensberater war Sänger von 1997 bis 1998 Referent des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Wirtschaft und Mittelstandsbeauftragten, Heinrich L. Kolb. Nach dem Regierungswechsel blieb Sänger von 1998 bis 2002 persönlicher Referent und Büroleiter von Kolb, in dessen Funktion als arbeitsrechtspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.
Klaus Brähmig (52) aus Papstdorf ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestags. Der Elektrohandwerksmeister wurde im Wahlkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge mit 45,1 Prozent der Erststimmen wiedergewählt. Hinter Angela Merkel und Thomas de Maizière holte Klaus Brähmig das drittbeste Ergebnis der CDU-Kandidaten im Osten. Der Wahlkreis von Klaus Brähmig lag mit 40,3 Prozent bei den Zweitstimmen in Ostdeutschland mit Abstand vorn. Brähmig gehört dem Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an und ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Schriftführer im Deutschen Bundestag sowie Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats des Verbandes der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermißtenangehörigen e.V. (VdH) (interfraktionelles Gremium).
Heinz-Peter Haustein (55) aus Deutschneudorf (Wahlkreis 162, Freiberg – Mittlerer Erzgebirgskreis) zieht zum zweiten Mal in den Deutschen Bundestag ein. Der Meister für Elektroinstallationshandwerk und studierte Elektrotechnikingenieur ist selbstständig im Elektro- und Aufzugsbau tätig. Er war im Bundestag bisher Unfallversicherungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion sowie im Ausschuss für Arbeit und Soziales und im Haushaltsausschuss, Finanzausschuss und im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Jens Koeppen ist seit dem Regierungswechsel 2005 im Deutschen Bundestag. Der Schwedter Unternehmer wurde nun erneut als CDU-Kandidat für den Wahlkreis 57 (Uckermark und Oberbarnim) in die Abgeordnetenverantwortung geschickt. Der 47-jährige Koeppen hat seinen Meister Fachrichtung Elektrotechnik und eine Firma in Schwedt/ Oder (Antennen- und Elektrotechnik). Als Bundestagsabgeordneter gehörte Koeppen bislang u. a. den Ausschüssen für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung an. Zudem ist er Mitglied im Parlamentskreis Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der AG Handwerk im Parlamentskreis Mittelstand.