Zentralverband Deutsches Baugewerbe Wirtschaftskrise belastet Baubranche

Das Bauhauptgewerbe leidet weiter erheblich unter der Wirtschaftskrise und hofft auf die Konjunkturpakete. Wie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) mitteilt, sanken die Umsätze im ersten Halbjahr um 8,3 Prozent unter das Vorjahresniveau.

Wirtschaftskrise belastet Baubranche

Dabei seien die Rückgänge im Hoch- und Tiefbau mit 8,6 und 7,9 Prozent ähnlich hoch. Allerdings habe sich im Juni der Tiefbau besser entwickelt als der Hochbau, der allerdings zwei Drittel des Branchenerlöses erwirtschaftet.

Zu der insgesamt negativen Gesamtbilanz hat mit einem Minus von 10,4 Prozent im ersten Halbjahr auf Jahressicht vor allem der Wohnungsbau beigetragen. Dabei sei mit 2,2 Milliarden Euro Umsatz im Juni der schlechteste Wert für diesen Monat seit 2000 verzeichnet worden. Die schwache Auftragsentwicklung lasse zudem nicht auf eine nachhaltige Besserung in der zweiten Jahreshälfte schließen.

Konjunkturprogramme helfen dem öffentlichen Bau

Positive Zeichen gibt es dem Verband zufolge dagegen vom öffentlichen Bau. Nach zuletzt anziehenden Umsätzen belief sich das Erlösminus in den ersten sechs Monaten auf rund 4,6 Prozent. Die bereits wirksam werdenden Konjunkturprogramme lassen mit einer weiterhin positiven Entwicklung rechnen. Im Wirtschaftsbau beläuft sich das Minus zwischen Januar und Juni gegenüber dem Vorjahr auf neun Prozent.

Weiterhin unterschiedlich in den einzelnen Bereichen ist laut ZDH auch die Orderlage. Insgesamt standen im Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr 11,7 Prozent weniger Bestellungen in den Büchern. Während im Wirtschaftsbau die Aufträge um ein Fünftel einbrachen, lagen sie im Wohnungsbau mit minus 5 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Im öffentlichen Bau erreichten die Bestellungen den Wert des Vorjahres. Insgesamt wurden den Angaben zufolge im ersten Halbjahr mit 80.700 Wohnungen 8,1 Prozent weniger genehmigt als im Vorjahr.

Weiter heißt es, dass im ersten Halbjahr nominal 64,7 Milliarden Euro und real 56,2 Milliarden Euro Bauinvestitionen getätigt worden seien, jeweils rund zwei Milliarden Euro weniger als 2008. Die Branche beschäftige laut dem Verband im ersten Halbjahr im Schnitt mehr als 681.000 Mitarbeiter, 2,3 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum.

ddp