Die Krisenstimmung in den Hotels und Gaststätten trifft die deutschen Brauer immer härter. Der Deutsche Brauerbund befürchtet Absatzschwierigkeiten, aber nicht mit steigenden Preisen.
Brauer rechnen mit sinkenden Bierpreisen
"Uns machen vor allem die rückläufigen Umsätze in den Hotels und Gaststätten zu schaffen", sagte der Präsident des Deutschen Brauerbundes, Wolfgang Burgard, der "Berliner Zeitung". "In diesem Jahr rechnen wir mit sinkenden Absätzen um drei Prozent", sagte Burgard.
Dennoch rechnet der Brauerbundpräsident nicht mit steigenden Bierpreisen: "Ich gehe davon aus, dass die Preise in naher Zukunft eher rückläufig sein werden", sagte er. Grund sei der intensive Wettbewerb. Zwar hatten erst vor einem Jahr mehrere Brauereien die Preise erhöht, "aber inzwischen liegen sie wieder auf dem Niveau davor".
Auch an das oft prognostizierte Brauereisterben in Deutschland will Burgard nicht glauben: "Das sagen die Experten schon seit 1977 voraus, als der Pro-Kopf-Verbrauch beim Bier erstmals gesunken war – eingetroffen ist es bis heute nicht." Stattdessen seien in den letzten Jahren jeweils 20 bis 25 neue Braustätten dazugekommen, in erster Linie kleine Hausbrauereien. Sie profitierten von dem Trend, dass immer häufiger heimische Lebensmittel nachgefragt würden. Dagegen komme die Krise nicht an: "Ein kalter Sommer würde uns viel härter treffen."
ddp