VDIK und VDA Abwrackprämie beflügelt deutsche Autoverkäufe im März

Die Abwrackprämie hat die deutschen Autoverkäufe im März nochmals deutlich angekurbelt. Nach einem Anstieg im Februar hätten die Händler im März mit über 400.000 Neuwagen 40 Prozent mehr verkauft als im Vorjahresmonat.

Abwrackprämie beflügelt deutsche Autoverkäufe im März

Arbeitstäglich bereinigt lag das Plus bei gut 20 Prozent, da Ostern im vergangenen Jahr in den März fiel. Die Neuzulassungen erreichten nach Angaben des Verband der Automobilindustrie (VDA) im März das höchste Volumen seit dem Wiedervereinigungsboom 1992. Im ersten Quartal wuchs der deutsche Pkw-Markt damit um 18 Prozent auf über 868 000 Fahrzeuge. Besonders stark legten die inländischen Auftragseingänge der deutschen Hersteller zu: Im März lag der entsprechende Ordereingang um 75 Prozent höher, der Zuwachs im ersten Quartal belief sich auf 43 Prozent.

"Die Sorge der Verbraucher über ein frühes Ende der Umweltprämie hat im März offenbar zu einem Ansturm der Käufer geführt", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Mit der beabsichtigten Verlängerung bis zum Jahresende sei allerdings in den kommenden Monaten mit einer Entspannung zu rechnen.

Seit ihrer Einführung Ende Januar hat die Verschrottungsprämie für Altautos wieder mehr Kunden in die Autohäuser gelockt. Nach dem abermaligen Ansturm auf die Abwrackprämie ist der ursprünglich von der Bundesregierung bereitgestellte Fördertopf leer. Bis zum Donnerstag seien bei dem zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) in Eschborn bei Frankfurt am Main trotz technischer Schwierigkeiten knapp 1,1 Millionen Anträge eingegangen, teilte die Behörde mit.

Ursprünglich hatte die Bundesregierung 1,5 Milliarde Euro für die Umweltprämie – so der offizielle Name – zur Verfügung gestellt, die für 600 000 Prämien gereicht hätten. Nachdem absehbar war, dass das Geld schnell aufgebraucht ist, hatte sich die große Koalition jedoch darauf verständigt, die Prämie bis Jahresende zu verlängern.

Die Abwrackprämie in Höhe von 2.500 Euro, die bei der Verschrottung eines mindestens neun Jahre alten Autos bei gleichzeitigem Kauf eines umweltfreundlicheren Neu- oder Jahreswagens gezahlt wird, kann seit Montag nur noch online mit einer Kopie des Kauf- beziehungsweise Leasingvertrags oder einer verbindlichen Bestellung beantragt werden.

Angesichts des Erfolges der Prämie zeigte sich die Branche für den Rest des Jahres nun deutlich optimistischer als noch im Januar, als von einem erneuten Einbruch der Verkaufszahlen ausgegangen wurde. 2009 dürften nach Ansicht des VDA nun "deutlich" mehr Wagen verkauft werden als 2008, als 3,09 Millionen die Autohäuser verließen. Der VDIK rechnet inzwischen mit 3,1 Millionen Wagen.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes hatten Brandenburg und Sachsen mit über 50 Prozent im Februar die höchsten Zuwachsraten bei den Neuzulassungen. Minis, Klein- und Kompaktwagen hätten zwei Drittel des Neuzulassungsmarktes ausgemacht. Der Anteil an Benzinern sei mit 71 Prozent dementsprechend hoch ausgefallen.

Die deutschen Marken gingen den Angaben zufolge auf 53 Prozent zurück. Auffallend sei die hohe Zulassungsrate von fast 29.000 Einheiten bei Fiat gewesen, nur VW und Opel hätten mehr Zulassungen im März verzeichnet. Der Privatanteil der Neuzulassungen sei mit 66,2 Prozent sehr hoch gewesen.

ddp