Handwerk begrüßt Regierungsinitiative Kompetenzzentren sollen weiter ausgebaut werden

Zehn Jahre nach ihrer Gründung wollen Politik und Handwerk die Kompetenzzentren weiter stärken und ausbauen. Von Karin Birk, Berlin

ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer begrüßt die Initiative der Bundesregierung, die Kompetenzzentren weiter zu stärken. Foto: ZDH

Kompetenzzentren sollen weiter ausgebaut werden

"Kompetenzzentren sind Leuchttürme des Dualen Ausbildungssystems in Deutschland", sagte Andreas Storm, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium. Sie gelte es weiter zu stärken.

Bisher gibt es in Deutschland rund 44 solcher Zentren, davon 28 im Handwerk. Ihre Aufgabe besteht darin, ihr Wissen an die rund 600 überbetrieblichen Berufsbildungsstätten in Deutschland weiterzugeben. Ziel sei das hohe Qualifikationsniveau der dualen Ausbildung weiter zu stärken, indem die Kompetenzzentren ihr Wissen weitergeben, sagte Storm. Das Bundesbildungsministerium habe die Mittel dafür für 2009 erhöht. Ingesamt fördern Bundesbildungs- und Bundeswirtschaftsministerium die Kompetenzzentren 2009 mit rund 74 Millionen Euro.

Wie Hartmut Schauerte, Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung und parlamentarischer Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium versicherte, soll die Förderung auch langfristig Bestand haben. "Sie haben Planungssicherheit", versicherte er und mahnte zugleich, das zur Verfügung gestellte Geld auch abzurufen. Gemeinsam mit dem Bundesbildungsministerium habe man sich erstmals auf eine gemeinsame Förderrichtlinie geeinigt, die im Frühjahr in Kraft treten soll.

Das Handwerk begrüßte das Engagement der Regierung: "67 Technologiefelder sind bisher für das Handwerk erschlossen", sagte ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer. Dies eröffne den Betrieben ganz neue Tätigkeitsfelder. Dabei reicht die Bandbreite von Zentren der Kfz-, Automatisierungs- oder Sicherheitstechnik, über Energie- und Umwelttechnik bis hin zum Bereich Gesundheit.