Mit großer Mehrheit hat die Mitgliederversammlung des Zentralverbands der Augenoptiker (ZVA) eine Neupositionierung des Augenoptikerberufs beschlossen. Der wiedergewählte ZVA-Präsident Thomas Nosch erwartet einen langen Weg bis zur endgültigen Neuausrichtung, mit der die Attraktivität des Berufes gesteigert werden soll.
Augenoptiker beschließen Neuausrichtung des Berufs
Präsidium und Vorstand des ZVA waren in Münster für eine dreijährige Amtszeit wiedergewählt worden. Neuer ZVA-Vizepräsident ist der Vorsitzende des Mitteldeutschen Augenoptikerverbandes, Thomas Truckenbrod, der die Nachfolge des nicht mehr kandidierenden Bernhard Kleikamp aus Münster antritt. Damit bestätigten die 56 Delegierten der ZVA-Mitgliederversammlung Präsidium und Vorstand in ihrer Arbeit.
Als eine konstruktive Tagung mit guten Ergebnissen bewertete Thomas Nosch die Versammlung vom 8. bis 9. März. Ein Ziel ist die zeitgemäße Gestaltung des Lohnniveaus in der Augenopitk. Daher beschloss die Delegierten, den Betrieben eine Anhebung der Gehälter zu empfehlen. Diese sieht eine Erhöhung von 8 Prozent in den alten Bundesländern sowie 11,8 Prozent für die neuen Länder vor.
Ohne Gegenstimmen sprachen sich die Delegierten für die Fortsetzung der ZVA-Werbekampagne im Herbst 2008/Frühjahr 2009 aus. Das Konzept einer neuen Werbeagentur sieht eine Schaltung der OPTI-MAN-TV-Spots in einer modifizierten Variante vor, welches Vizepräsident Jürgen Meyer präsentierte.
Um eine fachlich gute Qualität der zunehmenden Angebote mobiler Augenoptik für die Endverbraucher zu gewährleisten, sollen Mindestanforderungen für nicht-stationär arbeitende Betriebe definiert werden.
Mit der Kennzeichnung als „qualifizierter Ausbildungsbetrieb“ haben die Delegierten ein Anforderungsprofil verabschiedet, das nicht nur Mindeststandards für die Ausbildung beinhaltet, sondern gleichzeitig in der Öffentlichkeit als Marketinginstrument einsetzbar ist. fm