Das neue e-Markenkonzept der Elektrohandwerke stößt nach Auskunft des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) innerhalb der Organisation und bei den Innungsbetrieben auf sehr positive Resonanz.
Frank Muck
Neues Elektro-Markenkonzept gut gestartet
Schon wenige Monate nach seinem Start im September 2007 in Warnemünde hätten bereits mehr als zwei Drittel der Innungen den Markenvertrag unterzeichnet und weit über 800 Fachbetriebe ihr Ja-Wort gegeben (Stand: 15. Februar 2008).
Anfang Februar fand in Frankfurt das e-Markenforum statt, auf dem die Ansprechpartner aus Landes- und Fachverbänden sowie den Innungen mit Vertretern des ZVEH und der Arge Medien im ZVEH aktuelle Verfahrensfragen und das weitere Vorgehen diskutierten. "Wir sind von der starken Nachfrage aus den eigenen Reihen mehr als positiv überrascht", sagt ZVEH-Präsident Walter Tschischka.
"Es kommt nicht darauf an, wie viele Mitarbeiter ein Betrieb hat. Was zählt, ist vielmehr, dass er mit seiner Leistung Zufriedenheit beim Kunden schafft: von der Beratung über die Planung bis zur korrekten Ausführung und Dokumentation. Darin unterscheiden sich e-Marken-Betriebe von gewöhnlichen Fachbetrieben", erläuterte der Vorsitzende der ArGe Medien im ZVEH und ZVEH-Vizepräsident, Rolf Meurer, die Strategie, "Vertrauen, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, daran messen uns die Kunden – nicht so sehr an technischen Dingen". Die Aufgabe liege darin, dass sich e-Marken-Betriebe durch das Zeichen von allen anderen unterscheiden.
Ziel: Aufbau einer erweiterten Kooperationsplattform
Zu den Kernzielen des Markenkonzepts gehören neben den ökonomischen Zielen (z.B. Neugeschäft, Preisfreiheit gewinnen) kommunikative Ziele (u.a. Markenwerte vermitteln, positiver Imagewechsel, Wettbewerbsdifferenzierung, Orientierungsfunktion nach außen) und verbandspolitische Ziele (z.B. Identifikation innerhalb der Organisation, Aufbau einer erweiterten Kooperationsplattform für Partner und Unterstützung der Lobbyarbeit).
Jeder, der den Markenvertrag unterzeichnet hat, erhält ab Mitte Februar ein so genanntes Starterpaket. Darin befinden sich Qualifizierungsbogen, Vertrag und Unternehmensleitbild. Damit ist das Unternehmen berechtigt, das Corporate Design in seiner Außendarstellung und Werbung anzuwenden. "Seien Sie bitte sorgfältig im Umgang mit dem CD", bat Meurer seine Kollegen mit Blick auf die Anwendung und Umsetzung des grafischen Konzepts. "Wir wollen eine starke Marke werden!“ Dazu gehöre die konsequente, streng einheitliche Gestaltung des Auftritts der Elektrohandwerke in der Öffentlichkeit – von der Visitenkarte und dem Briefpapier über den Internetauftritt und die Werbemittel bis hin zur Verbandszeitschrift.
Ein guter Durchschnittsbetrieb wird keine Probleme haben teilzunehmen
Im Mittelpunkt der Diskussionsrunde standen Fragen zur Koordinierung der verschiedenen Schritte der Markeneinführung ebenso wie zu den Qualifizierungskriterien. "Der Qualitätsmaßstab war von Anfang an so angelegt, dass ein guter Durchschnittsbetrieb keine Probleme haben dürfte, am Markenkonzept teilzunehmen“, bekräftigte ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi. Zugleich sei mit Blick auf die Vielfalt der möglichen Qualifikationen der Betriebe aber ebenso sichergestellt, dass auch spezialisierte Firmen ihre Stärken über die e-Marke profilieren können.
Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass die Etablierung des neuen Zeichens schrittweise und zeitlich gestaffelt erfolgen müsse. Das Konzept sei nicht statisch, sondern wachse mit seiner Verbreitung. Jede Erfahrung aus der Praxis soll in die weitere Entwicklung einfließen.
