Investitionen Wie Azubis an Kredite kommen können

Junge Nachwuchskräfte, die gerade ihre Ausbildung im Handwerk beginnen, haben in der Regel noch keine großen Ersparnisse. Häufig erfordert der Einstieg ins Berufsleben aber einen Umzug, eine neue Wohnung oder ein Auto. Die anfallenden Kosten können durch einen Kredit finanziert werden.

Bevor es zur Kreditgenehmigung kommt, sind oft einige Nachweise nötig. - © Gina Sanders - Fotolia

Als Auszubildender einen Kredit von der Bank zu bekommen ist häufig nicht so einfach. Das Lehrlingsgehalt reicht meist nur für einen Kleinkredit von maximal 4.000 Euro. Durch die Aufnahme der Ausbildung können aber schnell Kosten entstehen, die durch diesen Betrag nicht mehr abgedeckt werden. Besonders betroffen sind Azubis, die im Zuge der Ausbildung den Wohnort wechseln müssen und dann sowohl einen Umzug, eine Kaution und gegebenenfalls eine Provision für eine neue Wohnung finanzieren müssen. Oft kommen auch noch Kosten für die Anschaffung eines Autos für die Fahrten zwischen Arbeitsstätte und Wohnung hinzu.

Schufa und Sicherheiten

Doch es gibt Möglichkeiten höhere Kreditsummen von der Bank zu erhalten. Dies setzt zunächst voraus, dass der Kreditnehmer über eine einwandfreie Finanzsituation verfügt und keine Negativmerkmale bei Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa vorliegen. Diese können gerade bei Jugendlichen entstehen, wenn zum Beispiel Handyverträge nicht bezahlt werden.

Weiterhin werden Sicherheiten benötigt. Eine dieser Sicherheiten kann ein Bürge sein, eine Lebensversicherung oder eine Immobilie. Jedoch sind diese bei Auszubildenden eher unwahrscheinlich, daher bleibt als einzige Sicherheit meist nur ein Bürge übrig. Für den Kredit für Auszubildende muss demnach eine Person gefunden werden, die für den Kredit bürgt, ihn also bezahlt, wenn die Zahlungen des eigentlichen Kreditnehmers- des Auszubildenden- ausbleiben. Diese Aufgabe übernehmen meist die eigenen Eltern oder andere enge Verwandte. Wichtig bei einer Kreditbürgschaft ist jedoch, dass der Bürge über eine einwandfreie Bonität verfügt und keine negativen Einträge bei der Schufa hat. Ist die Bonität ausreichend kann auch ein höherer Kredit für Auszubildende beantragt werden.

Lässt sich jedoch kein Bürge finden und man benötigt dennoch einen Kredit, der über 4.000 Euro liegt, kann dieser auch bewilligt werden, wenn dem Kreditgeber ein Arbeitsvertrag vorgelegt wird, der nahtlos an die Ausbildung anknüpft, so besteht die Sicherheit, dass auch nach der Ausbildung ein Einkommen zur Kredittilgung zur Verfügung steht. sg/dapd