Stimmungsbild Handwerker wählen den Bundespräsidenten

Welche Atmosphäre herrscht bei der Wahl des Staatsoberhauptes? Drei Vertreter des Handwerks, die dabei waren, berichten.

Frank-Walter Steinmeier (61) ist neuer Bundespräsident. Die Bundesversammlung wählte Steinmeier im ersten Wahlgang ins höchste Amt der Bundesrepublik Deutschland. - © Foto: SPD

Die < strong> Bundesversammlung hat nur eine Aufgabe: den Bundespräsidenten zu wählen. Damit die Politiker die Wahl des Staatsoberhaupts nicht allein unter sich ausmachen, ist es Tradition, in die Bundesversammlung auch Vertreterinnen und Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zu entsenden. Die Parteien in den Bundesländern nominieren gerne Schauspieler, Sportler, Künstler – und hin und wieder auch einen Vertreter des Handwerks. Die Deutsche Handwerks Zeitung hat Handwerker befragt, die bei der Wahl des zwölften Bundespräsidenten dabei waren.

Wollseifer: Handwerk eine tragende Säule der Wirtschaft

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer - © ZDH

Die FDP in Nordrhein-Westfalen etwa entsandte den Präsidenten < strong> des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), < strong> Hans Peter Wollseifer . "Jede Bundesversammlung ist ja gleichzeitig ein bundespolitisch historisches Ereignis“, sagte Wollseifer. Er habe sich besonders gefreut, "dass das Handwerk durch meine Benennung und Teilnahme an der Bundesversammlung Wertschätzung und Anerkennung erfährt“. Eine Wertschätzung,< strong> die das Handwerk als eine der tragenden Säulen der Gesellschaft und der Wirtschaft auch verdient habe. "Letztlich erfüllt mich das auch ein wenig mit Stolz und Genugtuung." Und noch eine Beobachtung machte der Handwerkspräsident: "Als Handwerker hat mich etwas profanes, dennoch ungeheuer wichtiges beeindruckt: die in jeder Minute funktionierende Logistik dieser Veranstaltung."

Susanne Schwaderer von der Handwerkskammer Ulm - © HWK Ulm

Eine Vertreterin der Handwerkskammer Ulm nahm ebenfalls an der Wahl des Bundespräsidenten teil: < strong> Susanne Schwaderer, die als Geschäftsbereichsleiterin die Bildungsakademien in Friedrichshafen und Ulm leitet. Sie wurde von der CDU Baden-Württemberg nominiert. "Es war ein großartiges Erlebnis und eine Ehre“, sagte Schwaderer. Sie sprach von einer "tollen Atmosphäre“. < strong> "Ich habe mit Stolz meine Handwerkernadel getragen und bin von vielen aufs Handwerk angesprochen worden." Bundestagsprädient Norbert Lammert habe eine „grandiose und pointierte Rede gehalten“. Das Verhalten der AfD und der Linken bezeichnete Schwaderer als "armselig“. Die Wahlleute der AfD etwa waren nach Lammerts Rede demon strativ sitzen geblieben, Vertreter der Linken erhoben sich nicht, als der Applaus für Gauck aufbrandete. „Wenn jemand fünf Jahre unser Land vertreten hat, gebührt ihm Respekt.“

Ehrung des neuen Bundespräsidenten Steinmeier ein "sehr emotionaler Moment"

Orthopädiemechanikermeister Markus Rehm - © privat/Rehm

Die Ehrung Gaucks erlebte auch < strong> Markus Rehm als "sehr emotionalen Moment": "Ich war in dem Augenblick sehr gerührt." Die SPD Nordrhein-Westfalen hatte den < strong> Orthopädiemechanikermeister – und Paralympics-Teilnehmer – Markus Rehm als Wahlmann benannt. "Es war für mich eine Riesenehre, dabei sein zu dürfen“, sagte Rehm. Den Auftritt Steinmeiers habe er als "sehr sympathisch und angenehm" empfunden. str