Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand ist im April geringfügig schlechter geworden. Das zeigt das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer. Trotz der etwas schlechteren Stimmung bei den Betrieben ist der allgemeine, moderate Aufschwung für 2016 jedoch nicht in Gefahr.

Die im März begonnene Stimmungserholung im Mittelstand gerät bereits wieder ins Stocken. Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer weist im April ein um 0,6 Zähler auf 12,1 Saldenpunkte geringfügig verschlechtertes Geschäftsklima für den Mittelstand aus.
Geschäftserwartungen von KMUs stagnieren
Der Grund: die aktuelle Geschäftslage der Betriebe fiel im April nicht so gut aus, wie noch vor Monatsfrist. Sie sank um 1,5 Zähler auf 23,3 Saldenpunkte. Die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Firmen stagnieren im April (+0,1 Zähler) und verharren damit mit 0,8 Saldenpunkten weiterhin nur knapp oberhalb des langjährigen Durchschnitts.
Kaum anders ist die Stimmungstendenz bei den deutschen Großunternehmen. Ihre Geschäftserwartungen hellen sich um 2,4 Zähler auf. Dies ist zwar deutlicher als im Mittelstand, aber weiterhin zu wenig, um das vierte negative Monatsergebnis in Folge zu verhindern (-2,2 Saldenpunkte). Insgesamt tritt auch das Geschäftsklima der Großunternehmen auf der Stelle (-0,1 Zähler auf 6,7 Saldenpunkte).
Ökonomische und politische Risiken erzeugen Abwärtssog
"Das April-Ergebnis des Mittelstandsbarometers spricht für eine solide konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, aber zugleich gegen eine weitere Zunahme der Dynamik", sagt Jörg Zeuner, von der KfW Bankengruppe. Die aktuellen ökonomischen und politischen Risiken im europäischen und globalen Umfeld erzeugten einen nicht zu unterschätzenden Abwärtssog für die Wirtschaft, so Zeuner weiter.
Gleichzeitig allerdings sorgt die hohe Binnennachfrage für so viel Auftrieb, dass ein erneutes Absacken des Geschäftsklimas verhindert wird. Der moderate Aufschwung für 2016 ist laut der KfW daher nicht in Gefahr. dhz
Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer