Kommt ein Steuerbonus? Regierung fördert Schutz vor Einbrüchen

Die Fraktionsspitzen haben finanzielle Unterstützung für Sicherheitsmaßnahmen am Haus beschlossen. Die Bürger sollen Einbrechern das Leben schwer machen. Ob auch ein Steuerbonus beschlossen wird?

Gekippte Fenster sind bei Einbrechern beliebt. - © Foto: Gina Sanders/Fotolia

Die große Koalition will Maßnahmen für mehr Einbruchsicherheit stärker fördern. Auf einer Klausurtagung in Göttingen haben die geschäftsführenden Fraktionschefs beschlossen, die bestehenden KfW-Programme auszubauen. Zudem solle eine steuerliche Absetzbarkeit von Maßnahmen "zum Schutz gegen Einbruch" geprüft werden, wie die "Frankfurter Allgemeine" schreibt.

Die Politik will damit einen Trend zu immer mehr Einbrüchen stoppen. 2013 wurden 150.000 Taten angezeigt, 2014 waren es mehr als 152.000. Die Aufklärungsquote ist dabei für gewöhnlich niedrig.

Kommt ein Steuerbonus?

Die Frage ist, ob in Zukunft auch die steuerliche Absetzbarkeit möglich ist. "Ich werbe dafür, die bestehenden Anreize im Steuerrecht - Stichwort Handwerkerbonus - auszubauen. Ein Steuerbonus wäre hier sehr gut", schreibt Stephan Mayer, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, in einem Beitrag für die "Deutsche Handwerks Zeitung".

Im Gegensatz dazu stellt Lisa Paus, steuerpolitische Sprecherin der Grünen, in einem DHZ-Beitrag fest, dass Steuersubventionen kein Weg sein können. Paus: "Priorität hat eine ausfinanzierte Polizei, damit sie Einbrecherbanden dingfest machen kann."

Kauders Plan

Dass Einbruchsicherheit gefördert werden soll, hat Unions-Fraktionschef Volker Kauder der "Deutschen Handwerks Zeitung" bereits 2013 kurz vor der Bundestagswahl gesagt. Damals war explizit von einem Steuerbonus die Rede. "Wir schlagen vor, Maßnahmen für mehr Einbruchsicherheit in Deutschland von der Steuer absetzbar zu machen", hatte Kauder im Interview gesagt. "Damit soll die Sicherheit unserer Häuser und Wohnungen verbessert werden, um Einbrüchen vorzubeugen", so Kauder weiter. Kunden könnten die Handwerkerrechnungen dann steuerlich geltend machen. bur