An Schulen in ganz Deutschland werden weniger Kinder und Jugendliche unterrichtet. Die Zahlen sind seit Jahren rückläufig. Gehen hierzulande die Schüler aus?

Die Zahl der Schüler in Deutschland ist leicht rückläufig. Rund 11,3 Millionen Schüler werden im laufenden Schuljahr 2012/13 an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen unterrichtet, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das sind 1,5 Prozent weniger als im vorangegangenen Schuljahr.
Dagegen stieg die Zahl der nicht studienberechtigten Schüler seit 2001 erstmalig wieder. Die Prognosen für 2015: Mehr als 58.000 Schüler werden die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen.Dabei verlief die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland zumindest bei den allgemeinbildenden Schulen überaus unterschiedlich. Während in den neuen Bundesländern die Zahl der Schüler an Schulen dieses Typs sogar um 1,1 Prozent stieg, sank sie im Westen des Landes um 1,8 Prozent.
Deutschlandweit besuchen im Schuljahr 2012/13 etwa 8,6 Millionen Schüler allgemeinbildende Schulen, 1,4 Prozent weniger als im Schuljahr zuvor. Den Kultusministerien zufolge liegen die Gründe dafür im demografischen Wandel und in der verkürzten Gymnasialzeit.
An den berufsbildenden Schulen wiederum war die Schülerzahl in Ost und West rückläufig. Sie liegt derzeit bei 2,6 Millionen, ein Minus von 1,9 Prozent. Im früheren Bundesgebiet verzeichneten die Statistiker einen Rückgang von 1,3 Prozent, in den neuen Ländern sogar von 5,1 Prozent. Als Grund nannte das Statistische Bundesamt, dass sich in Ostdeutschland der Geburtenrückgang von Anfang der 1990er Jahre in besonderem Maße auswirke. dhz/dapd