Überbetriebliche Ausbildung 47,4 Millionen Euro für Lehrlinge

Kleine Handwerksunternehmen können ihren Lehrlingen nicht immer alle prüfungsrelevanten Aufgabenfelder im eigenen Betrieb zur Verfügung stellen. In diesen Fällen greifen die Maßnahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Handwerk (ÜLU). Das Bundeswirtschaftsministerium hat dem Handwerk dafür nun wieder Fördergelder zugeteilt. Für das Jahr 2012 stehen nun 47,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Ausbildung bedeutet Fachkräftesicherung und ohne zusätzliche Unterstützung ist diese manche einem kleinen Betrieb nicht möglich. Damit alle Auszubildenden im Handwerk die gleichen Chancen haben und eine umfassende und qualitative Ausbildung bekommen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) dem Handwerk für die überbetriebliche Ausbildung 47,4 Millionen Euro neue Fördergelder bereitgestellt. ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke konnte den Zuwendungsbescheid gestern entgegennehmen.

"Nur mit qualifizierten Fachkräften kann unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben und ihr hohes Wachstums- und Beschäftigungsniveau auch in Zukunft halten. Der dualen Ausbildung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu", kommentierte der Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Ernst Burgbacher die Entscheidung.

Unterstützung für kleine Betriebe

  Im vergangenen Jahre hat das deutsche Handwerk trotz weniger Schulabgänger wie in den Vorjahren rund 155.000 neue Lehrlinge eingestellt. Über 429.000 Auszubildende haben 2011 an rund 49.000 ÜLU-Lehrgängen teilgenommen. "Wir brauchen alle Handwerksbetriebe als Ausbilder", sagte Schwannecke. Speziell kleine Betriebe könnten aber oft nicht alle Felder eines Berufes in der Ausbildung abdecken. Hier springt die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ein und vermittelt den Auszubildenden die aktuellen technischen und betriebswirtschaftlichen Erkenntnisse. "Das Handwerk zahlt diesen Einsatz mit seiner überproportionalen Ausbildungsleistung gerne zurück", sagte der ZDH-Generalsekretär.

Das bundeseinheitliche Lehrgangsangebot umfasst rund 500 Lehrpläne für die Praxisausbildung. Die Inhalte erarbeiten die Bundesfachverbände des Handwerks gemeinsam mit dem Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik und stimmen sie mit dem Bund ab. dhz