Transparency International hat seinen neuen Bericht über die Korruptionswahrnehmung in 183 Ländern auf der Welt vorgestellt. Die Bundesrepublik erreicht im Gesamtranking einen guten 14. Platz. In Europa ist Deutschland damit allerdings nur Mittelmaß.
Länder wie Dänemark, Norwegen, Schweden, die Niederlande, die Schweiz, Luxemburg und Island konnten sich vor Deutschland platzieren und werden damit als weniger korrupt wahrgenommen. Beamte und Politiker der Länder auf den vorderen Plätzen würden als besonders integer wahrgenommen, hieß es bei der Vorstellung der Zahlen. Der weltweite Spitzenreiter kommt mit Neuseeland allerdings nicht aus Europa.
Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland, kritisierte unter anderem die mangelnde Transparenz beim Parteisponsoring in Deutschland. Während es für Parteispenden inzwischen detaillierte Transparenzregeln gebe, sei dies beim Sponsoring, etwa der Präsentation von Unternehmen auf Parteitagen, nicht der Fall. Sie forderte die Bundesregierung auf, die Transparenz- und Antikorruptionsbemühungen nicht zu vernachlässigen.
Harmlos wirken die Probleme hierzulande im Vergleich zu denen der Schlusslichter im Korruptionswahrnehmungsindex. Auf den hintersten Plätzen finden sich rohstoffreiche Länder wie Turkmenistan und Usbekistan. Auch Länder wie Afghanistan und Myanmar, die von dauerhaften innenpolitischen Konflikten gezeichnet sind, befinden sich am unteren Ende des Indexes. Weltweite Schlusslichter sind Somalia und Nordkorea.
dhz/dapd