Zoll-Razzia im Handwerk Bargeldspürhunde im Einsatz gegen Schwarzarbeit am Bau

Zwei auf Bargeld trainierte Spürhunde, fast 40 Einsatzkräfte und mehrere Jahre Vorermittlungen: Der Zoll hat im Kreis Steinfurt einen Bauunternehmer wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung in Untersuchungshaft genommen. Beitragsschäden: geschätzte 885.000 Euro

Knapp 40 Einsatzkräfte durchsuchten Wohn- und Geschäftsräume – unterstützt von Bargeldspürhunden. (Symbolbild) - © benjaminnolte - stock.adobe.com

Wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung hat der Zoll im Kreis Steinfurt einen 38-jährigen Geschäftsführer mehrerer Bauunternehmen festgenommen. Laut Behörden soll er zwischen 2020 und 2024 Sozialversicherungs- und SOKA-Bau-Beiträge in Höhe von schätzungsweise 885.000 Euro hinterzogen haben.

Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Münster sowie zwei Durchsuchungen in den Jahren 2023 und 2024 hatten den begründeten Verdacht gegen ihn erhärtet.

Bargeldspürhunde bei Razzien im Einsatz

Bei den anschließenden Razzien durchsuchten knapp 40 Einsatzkräfte Wohn- und Geschäftsräume. Sie wollten Beweismaterial und Vermögenswerte sichern, um den entstandenen Schaden zu decken. Zwei Bargeldspürhunde unterstützten sie dabei. Der Bauunternehmer befindet sich inzwischen in Gerichtsgewahrsam. Die Auswertung der sichergestellten Datenträger dauert an. avs