Marketing-Coup "DJ Baguette" legt erstmals in deutscher Bäckerei auf

In Frankreich sind die Auftritte von Dorian Gamon in Bäckereien schon länger bekannt – vergangene Woche legte "DJ Baguette" erstmals in Deutschland auf. Seine Mission: Generationen verbinden, das lokale Handwerk unterstützen und junge Leute wieder zum Handwerksbäcker locken.

Mit Streifenshirt und Sonnenbrille hinter der Theke: "DJ Baguette" Dorian Gamon feierte in Neckarsulm-Amorbach seine Deutschland-Premiere – und die Kundschaft tanzte mit. - © Julian Windscheid

Der französische DJ Dorian Gamon, bekannt als "DJ Baguette", hat am vergangenen Donnerstag erstmals in Deutschland aufgelegt – und zwar in der Bäckerei Skala in Neckarsulm-Amorbach. Bei rund 40 Grad tanzten die Kundinnen und Kunden um den Verkaufstresen, während der 30-Jährige seine DJ-Sets spielte. Passend zur Aktion hatte das Team der Bäckerei 1.047 Baguettes gebacken.

Ziel: das regionale Handwerk stärken

In seiner Heimat tourt Gamon schon länger durch kleine Bäckereien. Sein Ziel: das Handwerk stärken und vor allem junge Menschen dazu bringen, ihr Brot wieder beim Bäcker um die Ecke zu kaufen. In Frankreich gehöre es zum Lebensstil, sein Baguette in der Bäckerei zu holen – genau dieses Lebensgefühl wolle er nach Deutschland bringen, sagte er dem "Handwerker Radio".

Dass er nun in Neckarsulm hinter den Plattentellern stand, geht auf eine Nachricht der Bäckermeisterin Antonia Kuhn zurück. "Komm in meine Bäckerei nach Deutschland", schrieb sie ihm, nachdem sie von dem DJ gehört hatte. Kurz darauf sagte Gamon zu.

Gäste begeistert: "Der DJ ist der Hammer"

Bei den Gästen in Neckarsulm kam sein Auftritt gut an. "Finde ich klasse, so Aktionen zu machen fürs Bäckerhandwerk. Der DJ ist der Hammer", sagte ein Besucher. Ein anderer beschrieb die Stimmung als "Weltklasse wie ein Weltmeisterbrötchen". Auch eine Wiederholung wünschen sich viele: "Sollte es öfters geben", hieß es vor Ort.

Die Hoffnung der Bäckerei: dass die Kundschaft die Backstube in guter Erinnerung behält – und künftig öfter vorbeischaut. dpa/fre