Die Bauwirtschaft verzeichnet eine positive Entwicklung – vor allem im Wohnungsbau. Doch der Straßenbau hinkt hinterher. Der ZDB mahnt: Kommunen brauchen mehr Investitionsmittel.

Die Auftragslage im Bau hat sich verbessert. Das gilt vor allem für den Wohnungsbau. "Die Auftragsentwicklung im Wohnungsbau hat sich im Jahresverlauf 2025 spürbar stabilisiert", betont Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Auch im November zeige sich mit einem Plus von 12 Prozent eine positive Entwicklung, sagt er mit Blick auf die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Bauhauptgewerbe für Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten. Im Straßenbau sehe es dagegen schlechter aus.
Tiefbau hinkt Hochbau bei Auftragseingängen hinterher
Insgesamt haben die Aufträge im Bauhauptgewerbe im November 2025 nominal um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zugelegt. Dabei sind die Aufträge im Hochbau nominal um rund zwölf Prozent gewachsen, während sie im Tiefbau nur um 1,3 Prozent zulegten. Ein Grund dafür ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auch der schwache Straßenbau. "Die Auftragseingänge im Straßenbau bleiben auch im November 2025 schwach ausgeprägt", erklärt Pakleppa. "Kumuliert fehlen uns bis zum November nominal vier Prozent des Auftragsvolumens gegenüber dem Vorjahr", fügt er mit Blick auf die ersten elf Monate 2025 hinzu.
Pakleppa: öffentliche Aufträge müssen in die Pipeline kommen
Pakleppa verwies darauf, dass gleichzeitig von den Straßenbauern gefordert werde, ihre Kapazitäten hochzufahren, um die im Sondervermögen zur Verfügung gestellten Mittel zu verbauen. "Dieser Widerspruch muss schnellstmöglich aufgehoben werden." Es müssten mehr Aufträge aus den Kommunen, den Ländern und der Autobahn GmbH in die Pipeline kommen. Insgesamt müssten Bund und Länder die Kommunen als wichtige öffentliche Auftraggeber mit genügend Investitionsmitteln – auch aus dem Sondervermögen – ausstatten.
Umsatz bleibt robust
Mit Blick auf die Umsätze zeigt sich eine robuste Entwicklung. So haben die Umsätze von Januar bis November im Bauhauptgewerbe nach Angaben des ZDB in Betrieben mit 20 Beschäftigten und mehr um nominal fünf Prozent auf insgesamt rund 108 Milliarden Euro zugelegt. Preisbereinigt entspricht dies einem Plus von rund zwei Prozent. Dabei hat die Zahl der im Bauhauptgewerbe beschäftigten Personen im November 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent zugenommen.