Arbeitshilfe für Holzhandwerker Zimmerermeister stellt Fassadenblitz vor

Als flexible Schablone beschleunigt der Fassadenblitz das Vorbohren von Schraublöchern für Holzprofile zur Verkleidung von Fassaden.

Fassadenblitz
Schneller, ergonomischer, exakter: Mit dem Fassadenblitz gelingt das Vorbohren von Schraublöchern besser als mit herkömmlichen Methoden. - © Renz

Es gibt Arbeiten, die einfach nerven. Das Abkleben von Fenster- oder Türrahmen im Malerhandwerk ist so ein Beispiel. Oder das Ausmessen und Markieren von Bohrlöchern, wenn Holzhandwerker Fassaden mit Holzbrettern oder Trespaplatten verkleiden müssen. Zumindest für letzteres gibt es jetzt eine Lösung – den Fassadenblitz.

Die flexible Bohrschablone wurde von Zimmerermeister Matthias Renz aus Kirchheim unter Teck entwickelt und bewährt sich seit zwei Jahren im eigenen Holzbaubetrieb. "Wir sind bei der Montage von Fassadenprofilen rund 25 Prozent schneller als vorher. Und das bei einem genaueren Schraubbild", verweist Renz auf Zeitersparnis und Qualitätsgewinn. Durch die höhere Effizienz verringere sich der Personalaufwand, was für einen Vier-Mann-Betrieb wie Holzbau Renz ein willkommener Neben­effekt sei.

Fassadenblitz passt in jedes Auto

Der Fassadenblitz besteht aus drei Aluminium-Profilen mit integriertem Maßband, jeweils 2 m lang. Damit lassen sie sich in nahezu jedem Auto zur Baustelle transportieren. Außerdem gehören zehn Bohrschlitten und ein Längenanschlag zum Produkt.

Die Bohrbuchsen auf dem Schlitten sind gehärtet, damit bleibt ihr Durchmesser von 4,2 mm auch nach tausenden Bohrvorgängen unverändert. Neben der hohen Maßhaltigkeit sorgen die Buchsen dafür, dass mit einem passenden Bohrer immer exakt senkrecht ins Werkstück gebohrt wird.

Die Bohrschablone kann Fassadenprofile mit einer Materialstärke von 10 bis 40 mm aufnehmen. Bei Bedarf könne man das Profil auch erhöht aufgelegen, um Materialstärken von mehr als 40 mm zu bearbeiten, sagt Matthias Renz, der den Fassadenblitz selbst produziert. Rund 60 Stück habe er bisher über seinen Online-Shop verkauft und viele positive Reaktionen bekommen. Jetzt will er seine Erfindung aktiver bewerben, um möglichst viele Kollegen zu erreichen. Als Ziel peilt Renz an, rund 5 Prozent der Zimmerer- und Dachdeckerbetriebe in Deutschland mit dem Fassadenblitz auszustatten.

"Im aktuellen Trend zu Holz- und Holzhybridbauten sowie Holzfassaden trägt das Werkzeug zu einer Effizienzsteigerung im nachhaltigen Bauen bei", betont Renz.