Ein schreiender Junge, ein besorgter Zeuge und ein erschrockener Friseur: In Neuwied endete ein harmloser Haarschnitt in einem unerwarteten Polizeieinsatz.

Ein völlig alltäglicher Friseurbesuch hat in Neuwied am Samstagnachmittag einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie der SWR berichtet, meldete sich ein besorgter Zeuge bei der Polizei, nachdem er ein schreiendes Kind und einen schreienden Mann gehört hatte. Für ihn wirkte die Situation bedrohlich.
Als die Beamten eintrafen, stellte sich heraus, dass das laute Geschrei aus einem Friseursalon in der Nachbarschaft kam.
Vater wollte seinem sechsjährigen Sohn die Haare schneiden lassen
Im Salon wollte ein Vater seinem sechsjährigen Sohn die Haare schneiden lassen – sehr zum Missfallen des Jungen. Der Sechsjährige schrie und wehrte sich lautstark gegen den anstehenden Haarschnitt. Da schnell klar war, dass es allen Beteiligten gut ging, rückte die Polizei zügig wieder ab.
Viel Überzeugungsarbeit vor dem Haarschnitt
Wie der SWR weiter berichtet, beruhigte sich der Junge schließlich. Ein Mitarbeiter des Salons zeigte ihm mit einem sogenannten Übungskopf – einer Puppe mit Haaren, an der Auszubildende üben –, wie die Schere funktioniert und dass von dem spitzen Werkzeug keine Gefahr ausgeht.
Am Ende gelang es dem Friseur tatsächlich, dem sechsjährigen Jungen die Haare zu schneiden.
Warum Jungs unter sieben Jahren oft schwierige Friseurkunden sind
Die Friseurmeisterin des Salons erklärte, dass Jungen unter sieben Jahren oft schwierigere Kunden seien als gleichaltrige Mädchen. Viele Mädchen hätten bereits zu Hause spielerisch einen Friseurbesuch nachgestellt und daher weniger Angst. avs