Haushalt 2025 Bund erhöht Förderung für Bildungszentren des Handwerks

Der Haushaltsausschuss plant mehr Geld für die berufliche Bildung ein. ZDH-Generalsekretär Schwannecke lobt die Entscheidung, sieht sie aber nur als ersten Schritt zum Abbau des massiven Investitionsstaus. 

HWK Dresden njumii
Eine besonders moderne Bildungsstätte: Blick auf das Njumii-Bildungszentrum der Handwerkskammer Dresden. In vielen anderen Zentren herrscht allerdings Sanierungsstau. - © picture alliance/dpa | Robert Michael

Der Handwerksverband begrüßt die Erhöhung der Fördersummen für die Bildungszentren des Handwerks.

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke begrüßte die geplanten Änderungen am Haushalt 2025: "Es ist ein gutes und richtiges Zeichen, dass die Haushälter des Deutschen Bundestages beschlossen haben, die Finanzierung der beruflichen Bildung des Handwerks an zwei entscheidenden Stellen anzuheben." Der Haushalt soll im September endgültig vom Parlament beschlossen werden.

Schwannecke: Erster längst überfälliger Schritt

Wie Schwannecke weiter sagte, ist mit der Erhöhung der Fördermittel im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) auf 50 Millionen Euro und im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) auf 97 Millionen Euro ein erster, längst überfälliger Schritt zum Abbau des Investitionsstaus in den rund 570 Bildungsstätten des Handwerks getan. Ursprünglich waren 38 Millionen beziehungsweise 69 Millionen von der Regierung dafür vorgesehen.

Weitere Schritte müssen folgen – auch bei ÜLU

Laut Schwannecke ist es entscheidend, dass ab 2026 weitere schrittweise Erhöhungen folgen, insbesondere über das Sondervermögen Infrastruktur. Positiv bewertet er die beschlossene Erhöhung der Bundesmittel für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) auf 75 Millionen Euro.  "Doch auf diese erste kleine Anhebung muss ab 2026 ein deutlich spürbarer Schritt folgen, damit die Betriebe weiter von den Kosten der ÜLU entlastet werden und Bund und Länder sich stärker engagieren", forderte er.

Haushalt soll Mitte September beschlossen werden

An anderer Stelle haben die Haushälter Kürzungen des Haushalts beschlossen. Geplant sind jetzt Ausgaben von insgesamt rund 502,2 Milliarden Euro. Das sind 460 Millionen Euro weniger als noch im Regierungsentwurf vorgesehen. Beschlossen werden soll der Haushalt 2025 in der Sitzungswoche vom 16. bis 19. September. Hintergrund des späten Beschlusses ist die vorgezogene Bundestagswahl. Die Haushälter arbeiten deshalb schon parallel am Haushalt 2026. Er soll direkt nach dem Beschluss des Haushalts 2025 in den Bundestag eingebracht und ebenfalls noch dieses Jahr beschlossen werden.

Mit Inhalten der dpa