Die sächsische Regierung stoppt vorerst die Rückforderung von Corona-Hilfen des Bundes. Damit reagiert die Politik auf eine Forderung des Handwerks.

Das sächsische Wirtschaftsministerium hat die Rückzahlung von Corona-Wirtschaftshilfen des Bundes vorläufig gestoppt. Die zuständige Sächsische Aufbaubank sei angewiesen worden, die Rückforderungen mit sofortiger Wirkung auszusetzen, wie die Handwerkskammer Dresden mitteilt.
Entlastung für bedrohte Existenzen
Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, bezeichnete den Schritt als wichtige Entlastung. "Insbesondere viele Friseure und
Kosmetiker, die aufgrund der in Pandemie-Zeiten getroffenen staatlichen Maßnahmen hatten schließen müssen, sahen sich durch die Rückforderungen in ihren Existenzen bedroht."
Mit der Ankündigung reagiere die Politik auf eine Initiative des Handwerks, so Dittrich. Die Vollversammlung der Handwerkskammer Dresden hatte zuvor in einer Resolution die Aussetzung der Rückzahlungen gefordert.
Forderung nach klaren Regeln
"Wichtig ist nun, dass zeitnah ein verlässlicher Plan für das weitere Vorgehen vorgestellt wird, damit die betroffenen Unternehmen Gewissheit bekommen", so Dittrich. Die Handwerkskammer befürworte Überlegungen, die Konditionen für die Rückzahlungen anzupassen. Zudem seien, so Dittrich, klarere Regeln nötig, in welchen Fällen die Fördermittel nicht erstattet werden müssen. fre