Baufahrzeuge Für Baustellenverkehr ohne Abgase und Lärm

Mercedes-Benz und Paul Nutzfahrzeuge stellen einen elektrischen Kipper und Fahrmischer für den Baustellenverkehr vor.

Mercedes-Benz eArocs
Auf der Messe „bauma“ in München hat Mercedes-Benz Trucks seinen ­ersten elektrischen Baustellenlaster vorgestellt. - © Mercedes-Benz Trucks

Baustellenverkehr findet in Städten und Dörfern keine Freunde. Anwohner stöhnen unter Staubwolken, Abgasen und Lärm. Der Elektroantrieb könnte das Problem entschärfen. Zur weltgrößten Baumaschinenmesse im April in München hat Mercedes-­Benz Trucks mit dem neuen eArocs 400 die erste batterieelektrische Variante des bewährten Kippers vorgestellt.

Das Fahrzeug wird laut Hersteller zunächst als 32- und 41-Tonner in der Achsformel 8x4 mit vier verschiedenen Radständen verfügbar sein und kann auch als Fahrmischer aufgebaut werden. Geplant ist eine Kleinserie von 150 Fahrzeugen pro Jahr. Als Verkaufsstart visiert Mercedes das erste Quartal 2026 an, erste Auslieferungen sollen im Herbst nächsten Jahres folgen.

Prädestiniert für Baustellenverkehr in Umweltzonen

Da der eArocs 400 kein CO2 ausstößt, sei er prädestiniert für den Einsatz in Um­­weltzonen sowie aufgrund der geringen Geräuschemissionen auch für lärmsensible Umgebungen wie Wohngebiete, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten oder auf Nachtbaustellen.

Der eArocs 400 verfügt über eine Betriebsspannung von 800 V und zwei im Batterieturm hinter dem Fahrerhaus untergebrachte Batteriepakete mit einer Kapazität von 414 kWh. Die Reichweite beträgt bis zu 240 km (Kipper) bzw. 200 km (Mischer). Der Motor mit Drei-Gang-Getriebe liefert eine Dauerleistung von 380 kW, in der Spitze bis 450 kW. Verbaut wird der elektrische An­­triebsstrang von der Firma Paul in Vilshofen. Das Fahrzeug selbst produziert Mercedes-Benz in seinem Lkw-Werk in Wörth. ste