Bildergalerie: Das sind die stärksten Pressefotos des Jahres

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    © Chalinee Thirasupa, Reuters
    Fotostory: "No More Monkey Mania in Thai Town" von Chalinee Thirasupa


    Makaken, die in der thailändischen Stadt Lopburi – nördlich von Bangkok – als Glücksbringer gelten, sind ein fester Bestandteil der lokalen Identität. Touristen strömen in die "Affenstadt", um die Tiere mit Obst zu füttern. Bis 2020 wuchs die Affenpopulation auf 3.121 Tiere an.
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    © Chalinee Thirasupa, Reuters
    Doch mit dem Ausbleiben der Touristen während der Corona-Pandemie änderte sich das Verhalten der Tiere: Sie wurden aggressiver, bedrängten die Einwohner, stahlen Nahrung und gerieten zunehmend in Kämpfe. Versuche der Anwohner, die Makaken mit Steinschleudern zu vertreiben, blieben erfolglos.
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    © Chalinee Thirasupa, Reuters
    Schließlich griffen die Behörden im April 2024 ein und starteten ein Sterilisierungsprogramm, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen.
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    © Mosab Abushama
    "Life Won’t Stop" von Mosab Abushama

    Im Januar 2024 wurde der Fotograf Mosab Abushama von einem Freund gebeten, seine Hochzeit in Omdurman zu dokumentieren, einer Stadt, die ständig von Luftangriffen getroffen wird. Hier posiert der Bräutigam für ein Porträt bei seiner Hochzeit. Im Sudan ist es Tradition, eine Hochzeit mit feierlichen Schüssen anzukündigen.
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    © Florian Bachmeier
    "Beyond the Trenches" von Florian Bachmeier

    Der andauernde Konflikt in ihrem Heimatdorf nahe Kupiansk – einer Stadt an der Frontlinie der russischen Invasion in der Ukraine – zwang Anhelinas Familie zur Flucht. Heute lebt die Sechsjährige mit ihrer Großmutter Larisa in Borschtschiwka, rund 95 Kilometer von Kupiansk entfernt. Ihre Mutter arbeitet und lebt in Charkiw, etwa eine Stunde entfernt.

    Der deutsche Fotograf Florian Bachmeier möchte mit seiner Arbeit Kinder in den Fokus rücken, die inmitten von Krieg und Gewalt aufwachsen – Kinder, deren Unschuld erschüttert wurde, deren Geist jedoch trotz allem Widerstandskraft zeigt, während sie versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen.

    Auf dem am 7. März 2024 aufgenommenen Bild liegt Anhelina mit leerem Blick auf dem Bett. Das schwer traumatisierte Mädchen leidet unter Panikattacken – eine Folge der dramatischen Flucht aus ihrem Dorf an der Frontlinie.
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    © Jerome Brouillet, Agence France-Presse
    "Gabriel Medina During the Paris 2024 Olympic Games" von Jerome Brouillet

    Dieses Bild zeigt den brasilianischen Surfer Gabriel Medina, der bei den Olympischen Spielen 2024 triumphierend aus einer großen Welle hüpfte. Mit einer Wertung von 9,9 Punkten sicherte er sich die Bronzemedaille. Das Foto wurde weit verbreitet und erreichte auf Medinas Instagram-Account mehr als 9,5 Millionen Likes. Surfen war 2020 in Tokio erstmals olympisch. Bei den Spielen 2024 in Paris fanden die Wettbewerbe rund 26.000 Kilometer entfernt in Teahupo'o auf Tahiti statt – einer Region von Französisch-Polynesien, die für ihre Wellen bekannt ist.
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    © Luis Tato, Agence France-Presse
    Fotostory: "Kenya's Youth Uprising" von Luis Tato

    Demonstranten schieben eine behelfsmäßige Barrikade, während sie bei einer Anti-Regierungs-Demonstration mit kenianischen Polizisten zusammenstoßen.

    2024 führten Steuerpläne der Regierung zu Massenprotesten, angeführt von jungen Kenianern. Am 25. Juni stürmten Demonstrierende das Parlament – es kam zu Gewalt, Toten und Verletzten. Trotz Rücknahme des Gesetzes dauern die Proteste 2025 an, getrieben von Wut über Armut, Korruption und Polizeigewalt.
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    © Luis Tato, Agence France-Presse
    Kenianische Sicherheitskräfte schützten das Parlament vor stürmenden Demonstrierenden. Berichte über Schüsse mit scharfer Munition sorgten international für Empörung – Menschenrechtsgruppen und mehrere Länder forderten Untersuchungen und Polizeireformen.
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    © Noel Celis, Associated Press
    "Four Storms, Ten Days" von Noel Celis

    Ein Mann watet durch eine Straße, die von den heftigen Regenfällen des Taifuns Toraij überflutet wurde.

    Binnen weniger Tage trafen Ende Oktober und Anfang November 2024 vier Wirbelstürme die Philippinen – drei davon als Taifune. Trami, Yinxing, Toraji und Usagi richteten schwere Schäden an, vor allem in Luzon. Laut einem Klimabericht stieg die Zahl der Taifune seit 2012 um 210 %. Studien zeigen zudem, dass die Klimakrise extreme Regenfälle und Überschwemmungen weltweit verschärft.
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    © Tommy Trenchard, Panos Pictures, für NPR
    "The Elephant Whisperers of Livingstone" von Tommy Trenchard

    Mitglieder des Elephant Response Teams beobachten einen Elefanten in der Nähe einer Militärbasis in Livingstone (Sambia). Aufgrund ausgefallener Regenzeiten und menschlicher Besiedlung traditioneller Elefantenhabitate hat sich der Konflikt zwischen Mensch und Wildtier in den letzten Jahren stark verschärft. Während der Trockenzeit dringen Elefanten in die Stadt ein, um Nahrung zu suchen und plündern Gärten und Obstbäume. Wenn sie von Anwohnern gestört werden, kann es gefährlich werden. 2024 wurden in Livingstone mindestens elf Menschen von Elefanten getötet. Das dreiköpfige Elephant Response Team, eine Freiwilligengruppe, sorgt für die Sicherheit von Mensch und Tier.
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    © Ye Aung Thu
    "A Nation in Conflict" von Ye Aung Thu

    KNLA- und SOF-Kämpfer greifen mit einem schweren Maschinengewehr ein Militärlager der Junta an.

    Seit dem Putsch 2021 herrscht in Myanmar landesweiter bewaffneter Widerstand, der sich 2024 weiter zuspitzte. Zivile Milizen wie die People’s Defense Forces (PDF) führen den Kampf gegen das Militär.

    Der Fotograf, der 1988 selbst einen Putsch erlebte, dokumentiert heute den Widerstand.
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    Chinesische Migranten wärmen sich bei kaltem Regen, nachdem sie die Grenze zwischen den USA und Mexiko überquert haben. Campo, Kalifornien, 7. März 2024.
    © John Moore, Getty Images
    "Night Crossing" von John Moore

    Chinesische Migranten wärmen sich im kalten Regen, kurz nachdem sie die US-mexikanische Grenze überquert haben. Die illegale Einwanderung aus China in die USA hat stark zugenommen – bedingt durch Chinas wirtschaftliche Krise und die Folgen der Null-Covid-Politik. Chinesische Social-Media-Videos geben Anleitungen zur Grenzüberquerung.
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    Ein junger Mann bringt seiner Mutter, die in dem Dorf Manacapuru lebt, Essen. Das Dorf war früher mit dem Boot erreichbar, aber wegen der Dürre muss er zwei Kilometer entlang des trockenen Flussbettes des Solimões-Flusses laufen, um sie zu erreichen. [Amazonas, Brasilien, 5. Oktober 2024]
    © Musuk Nolte, Panos Pictures, Bertha Foundation
    "Droughts in the Amazon" von Musuk Nolte

    Ein junger Mann bringt seiner Mutter in Manacapuru Essen – zu Fuß durch das trockene Flussbett des Solimões, das einst per Boot befahrbar war. Der Amazonas leidet unter einer historischen Dürre, verschärft durch den Klimawandel. Der sinkende Wasserstand bedroht die Artenvielfalt, stört Ökosysteme und erschwert das Leben jener, die auf den Fluss angewiesen sind. Viele sehen sich gezwungen, ihre Heimat aufzugeben – mit tiefgreifenden sozialen Folgen.
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    © Samar Abu Elouf für die New York Times
    "Mahmoud Ajjour, Aged Nine" von Samar Abu Elouf

    Das Siegerbild: Mahmoud Ajjour (9) wurde bei einem israelischen Angriff auf Gaza im März 2024 schwer verletzt. Nun lebt er in Katar, wo er medizinische Hilfe erhält. Als seine Familie vor dem Angriff floh, kehrte Mahmoud zurück, um andere zur Flucht zu drängen – eine Explosion riss ihm einen Arm ab und verstümmelte den anderen. In Katar lernt er nun, mit den Füßen zu schreiben, Türen zu öffnen und zu spielen. Sein Wunsch: Prothesen und ein normales Leben.