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World Press Photo 2025: Diese Fotos haben überzeugt
Ein Junge, der seine Mutter nicht mehr umarmen kann. Ein Kind, das im Krieg beide Arme verlor. Die erschütternde Aufnahme der palästinensischen Fotografin Samar Abu Elouf ist das World Press Photo 2025. Daneben wurden noch 41 weitere Bilder ausgezeichnet. Eine Auswahl der stärksten Fotos.
"Wie soll ich dich jetzt umarmen, Mama?" Das war der erste Satz, den der 9-jährige Mahmoud nach seiner Amputation sagte. Die New-York-Times-Fotografin Abu Elouf hat diesen Moment der Verzweiflung in einem eindringlichen Porträt festgehalten – und damit den wichtigsten Preis für Pressefotografie gewonnen.
Das Siegerfoto: Präzise Lichtregie trifft Kriegsrealität
Die Aufnahme zeigt den Jungen im Halbschatten an einem Fenster, während warmes Licht gezielt sein Gesicht modelliert. Diese technische Präzision verstärkt den melancholischen Ausdruck des Porträtierten. Mahmoud verlor im März 2024 beide Arme, als er während der Flucht vor einem israelischen Angriff andere Menschen warnte.
Abu Elouf verfolgt das Schicksal der Kriegsopfer auch nach ihrer eigenen Evakuierung aus Gaza im Dezember 2023 weiter. Sie lebt heute in Doha im selben Wohnkomplex wie der fotografierte Junge und dokumentiert die Behandlung schwerverletzter Gaza-Flüchtlinge in Katar.
Fast 4.000 Fotografen aus 141 Ländern reichten insgesamt rund 60.000 Bilder ein. Die Jury bewertete neben der technischen und ästhetischen Qualität auch die journalistische Relevanz der Arbeiten.
Dramatische Flucht
Ebenfalls unter den Finalisten: US-Fotograf John Moore fing im fahlen Nachtsicht chinesische Migranten an der US-mexikanischen Grenze ein. Sie wärmen sich im Regen an einem kleinen Feuer.
Der dritte Finalist Musuk Nolte dokumentierte die dramatische Dürre im Amazonasgebiet. Seine Bilder zeigen Menschen, die kilometerweit durch ausgetrocknete Flussbetten laufen müssen.
Fast 4.000 Fotografen aus 141 Ländern reichten insgesamt rund 60.000 Bilder ein. Die Jury bewertete neben der technischen und ästhetischen Qualität auch die journalistische Relevanz der Arbeiten. Die 42 ausgezeichneten Fotoreportagen werden in mehr als 60 Städten weltweit ausgestellt – darunter Berlin (6. – 29. Juni). fre/dpa
image Das sind die stärksten Pressefotos des Jahres
Fotostory: "No More Monkey Mania in Thai Town" von Chalinee Thirasupa
Der andauernde Konflikt in ihrem Heimatdorf nahe Kupiansk – einer Stadt an der Frontlinie der russischen Invasion in der Ukraine – zwang Anhelinas Familie zur Flucht. Heute lebt die Sechsjährige mit ihrer Großmutter Larisa in Borschtschiwka, rund 95 Kilometer von Kupiansk entfernt. Ihre Mutter arbeitet und lebt in Charkiw, etwa eine Stunde entfernt.
Der deutsche Fotograf Florian Bachmeier möchte mit seiner Arbeit Kinder in den Fokus rücken, die inmitten von Krieg und Gewalt aufwachsen – Kinder, deren Unschuld erschüttert wurde, deren Geist jedoch trotz allem Widerstandskraft zeigt, während sie versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen.
KNLA- und SOF-Kämpfer greifen mit einem schweren Maschinengewehr ein Militärlager der Junta an.
Seit dem Putsch 2021 herrscht in Myanmar landesweiter bewaffneter Widerstand, der sich 2024 weiter zuspitzte. Zivile Milizen wie die People’s Defense Forces (PDF) führen den Kampf gegen das Militär.