Ab 1. April müssen sich Autofahrer auf Einschränkungen in Kfz-Werkstätten und Autohäusern einstellen. Grund dafür sind bundesweite Warnstreiks, zu denen die IG Metall nach einer ergebnislosen Verhandlungsrunde aufruft.

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 170 Euro. Zudem sollen Arbeitgeber Lösungen für die hohe Belastung der Beschäftigten, insbesondere im boomenden Werkstatt- und Gebrauchtwagenmarkt, finden.
Abwanderung durch Überlastung
Die IG Metall kritisiert die geringe Wertschätzung und hohe Arbeitsbelastung im Kfz-Handwerk. "Die Arbeitgeber schauen am Verhandlungstisch bislang tatenlos zu", sagt Tarif-Vorständin Nadine Boguslawski. Warnstreiks seien daher notwendig, um Bewegung in die Tarifverhandlungen zu bringen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Eine Befragung unter 12.000 Beschäftigten ergab, dass 54 Prozent eine Abwanderung von Kolleginnen und Kollegen aufgrund von Überlastung beobachten.
Nächste Runde
Insgesamt arbeiten bundesweit 430.000 Menschen im Kfz-Handwerk, davon profitieren 91.000 direkt von einem Tarifvertrag der IG Metall. Die Tarifverhandlungen werden regional geführt, die zweite Verhandlungsrunde startet am 9. April in Niedersachsen. avs