Pünktlich zum 75. Geburtstag des Bulli liefert VW mit dem T7 die neue Generation seiner Transporter-Ikone aus.

In Wolfsburg liegt die Wiege einer Ikone unter den leichten Nutzfahrzeugen. Im März 1950 rollte im Volkswagen-Stammwerk mit dem T1 der erste Bulli vom Band. Seither wurden 12,5 Millionen Exemplare des VW Transporters gebaut. Pünktlich zum 75. Geburtstag des Bullis liefert VW nun die ersten Modelle der siebenten Generation aus. Der T7 bietet mehr Raum sowie eine höhere Nutz- und Anhängelast als sein Vorgänger. Der Grundpreis für den Kastenwagen liegt bei 36.780 Euro netto.
In Sachen Antrieb war der Bulli noch nie so variantenreich: Neben Dieselfahrzeugen mit 110, 150 oder 170 PS gibt es einen Plug-in-Hybrid mit Frontantrieb sowie heckgetriebene Elektro-Transporter in verschiedenen Leistungsstufen. Der T7 ist als Kastenwagen, Kombi und Pritsche in je zwei Radständen und Dachhöhen verfügbar. In Länge und Breite hat die Grundversion gegenüber dem T6.1 um 146 bzw. 128 mm zugelegt. Vergrößert haben sich auch die Zuladung um 0,13 auf nun 1,33 t und die Anhängelast (2,8 statt 2,5 t).
Neuer Bulli mit besserer Ausstattung
Erweitert hat VW die Serienausstattung des neuen Transporters. Wie der Hersteller mitteilt, sind nun unter anderem LED-Scheinwerfer mit automatischer Fernlichtregulierung, ein digitales Cockpit mit 13-Zoll-Infotainmentsystem, Multifunktionslenkrad, elektronische Parkbremse, Spurhalteassistent, Notbremssystem, Verkehrszeichenerkennung und das schlüssellose Startsystem an Bord. Gegen Aufpreis steht erstmals ein digitaler Innenspiegel mit Dashcam-Funktion zur Verfügung, der bei Fahrzeugen mit Trennwand die Sicht nach hinten verbessert.

Angetrieben vom Aufschwung des Wirtschaftswunders
So viel Komfort hatte der T1 bei seiner Premiere am 8. März 1950 nicht annähernd zu bieten. Dennoch entwickelte sich der kleine Transporter mit der zweigeteilten Windschutzscheibe schnell zu einem Verkaufsschlager, angetrieben vom Aufschwung des westdeutschen Wirtschaftswunders. Nur Bulli durfte Volkswagen sein ikonisches Nutzfahrzeug nicht nennen, obwohl VW dies als Wortmarke beim Patentamt schützen lassen wollte. Da war jedoch ein Hersteller von Pistenfahrzeugen schneller.
Aber die Umgangssprache hält sich nicht an Patentregeln. Und so machte der Bulli Karriere als werbeträchtiger Lastesel im Handwerk ebenso wie als Campingbus für junge Globetrotter, die damit die entlegensten Gegenden der Welt ansteuerten.
1956 verlegte Volkswagen die Fertigung in das neugebaute Werk nach Hannover, wo im Oktober 1962 der einmillionste T1 die Montagehallen verließ. Nach 1,8 Millionen Exemplaren wurde der T1 im Sommer 1967 vom T2 abgelöst, während er in Brasilien noch bis 1975 gebaut wurde.
Heute steht die erste Bulli-Generation bei Sammlern von Oldtimern besonders hoch im Kurs. Je nach Variante bezahlen Liebhaber bis zu sechsstellige Euro-Beträge für einen T1. Dagegen ist der neue Transporter ein Schnäppchen. ste