Ausbildungsserie Job Shadowing als Lernmethode in der Ausbildung

Beim Job Shadowing folgen Auszubildende ihren erfahrenen Kollegen wie ein Schatten. Diese Lernmethode lässt sich gut mit anderen kombinieren, erklärt Ausbildungsberater Peter Braune in seiner Ausbildungsserie.

Job Shadowing ist eine Lernmethode, bei der Auszubildende erfahrene Kollegen im Arbeitsalltag begleiten und beobachten, ohne selbst aktiv einzugreifen. - © jörn buchheim - stock.adobe.com

Um die Lernziele aus dem betrieblichen Ausbildungsplan zu erreichen, stehen Ausbildern eine Reihe von Lehrmethoden zur Verfügung. Die bekanntesten sind:

  • 4-Stufen-Methode
  • Lehrgespräch
  • Leittextmethode 
  • Lernauftrag 
  • Rollenspiel 
  • Projektmethode 
  • Fallstudie 
  • Moderationsmethode 
  • Demonstrationsmethode 
  • Diskussionsmethode 
  • Planspiel 
  • Einzelarbeit 
  • Juniorfirma 

Eine in diesem Zusammenhang selten erwähnte, aber dennoch gängige Methode ist das sogenannte Job Shadowing. Richtig durchgeführt, ist Job Shadowing eine gute Möglichkeit, den Methodenmix zu ergänzen.

Job Shadowing – was ist das?

Die Lehrlinge folgen beim Job Shadowing erfahrenen Beschäftigten, um deren Arbeit kennenzulernen. Sie übernehmen dabei die Rolle eines Schattens. Die jungen Leute sollen beobachten, lernen und manchmal Fragen stellen können. Auf diese Weise bekommen sie ein Gefühl dafür, wie ein Tag, eine Woche oder ein längerer Zeitraum verläuft.

Die Methode ist eine sehr gute Möglichkeit, brauchbare Kenntnisse und Fertigkeiten von denjenigen zu lernen, die oft eine mehrjährige Berufserfahrung haben. Es ist eine sehr erfolgversprechende Form der Ausbildung. Die Lehrlinge können wichtige Gesichtspunkte von Arbeitsabläufen verfolgen, Fragen stellen und erhalten sofort Antworten.

Job Shadowing mit anderen Methoden kombinieren

Job Shadowing kann auch gut im Zusammenhang mit anderen Methoden angewendet werden, beispielsweise einem Lehrgespräch. Eine Ausbilderin bezieht hier den Lehrling mit Fragen in ihre Tätigkeiten ein. Das unterstützt sie zu Beginn durch Nennung des Lernzieles. So entsteht eine Grundlage für ein Fachgespräch.

Naheliegend wäre zudem die Verbindung mit der Demonstrationsmethode, um Lehrlingen eine Tätigkeit vorzuführen. Ein Ausbilder demonstriert möglichst verständlich. Er beantwortet Fragen des Lehrlings. Der verfolgt aufmerksam und macht dann die Tätigkeit nach.

Ihr Ausbildungsberater Peter Braune

Peter Braune hat Farbenlithograph gelernt, war Ausbilder und bestand in dieser Zeit die Ausbildungsmeisterprüfung. Er wechselte als Ausbildungsberater zur Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Dort baute er dann den gewerblich-technischen Bereich im Bildungszentrum auf und leitete die Referate gewerblich-technischen Prüfungen sowie Ausbildungsberatung, zu der auch die Geschäftsführung vom Schlichtungsausschuss gehörte. Danach war er Referent für Sonderprojekte.