Digitalisierung der Bauwirtschaft Wenn der Baubot im digitalen Baufeld rotiert

Mit dem Baubot von Fischer übernimmt ein Roboter auf Großbaustellen monotone und körperlich anstrengenden Bohrarbeiten.

Baubot von fischer
Schnell, präzise und sauber: Der Baubot bringt Schwung in die lahmende ­Automatisierung der Bauwirtschaft. - © fischer

Ob im Tief- oder Tunnelbau, in großen Produktionshallen oder auf Brücken: Überall, wo Löcher in großer Anzahl gebohrt oder Anker gesetzt werden müssen, kann ein Roboter Bauhandwerker vor körperlich anstrengender und monotoner Arbeit bewahren. Wie das geht, hat die Firma Fischer kürzlich auf der weltgrößten Baumesse in München demonstriert.

Voraussetzung ist ein digitales Baufeld. Ist das Bohrraster in einem BIM-Modell hinterlegt, kann der Baubot die Daten lesen. Bereits in der Planungsphase lässt sich der Arbeitsablauf über eine Software simulieren. Sie erkennt eventuelle Probleme bereits bevor die eigentliche Arbeit beginnt.

Baubot bohrt in Decken, Wände und in den Boden

Dank seines Arbeitsbereiches von 360 Grad kann der Baubot in Decken, Wänden und auch in den Boden bohren, gleich ob in Beton, Leichtbeton oder Ziegelsteinen. Möglich sind Löcher im Durchmesser von 6 bis 35 mm und in einer Höhe von bis zu 7,5 m. Abhängig vom Bohrdurchmesser muss der Roboterarm mit zwei verschiedenen Bohraufsätzen ausgestattet werden. Außerdem sorgt eine vollautomatische Absaugung für eine weitgehend staubfreie Baustelle und die integrierte Bohrlochmarkierung erleichtert nachfolgenden Gewerken die Orientierung.

Wie Baubot-Operator Frank Stübner informierte, sind aktuell vier Baubots im Einsatz. Dieses Jahr will Fischer weitere vier Roboter an den Start bringen. Mit dem Baubot-Service bietet das Unternehmen interessierten Kunden ein Mietmodell, bei dem Fischer den kompletten Ablauf übernimmt – vom 3D-Scan über die Simulation und den eigentlichen Bohrprozess bis hin zur Dokumentation. ste