Die Japaner verabschieden sich vom NV400. Dafür bieten sie den Nissan Interstar ab dem Modelljahr 2025 erstmals auch mit Elektroantrieb an.

Mit seiner neuen Transporter-Generation bekennt sich Nissan wieder zu den altbekannten Namen. Und so rollt der neue 3,5-Tonner nicht mehr als NV400 in den Handel, sondern wie schon früher als Interstar. Geblieben ist die Verwandtschaft zum Renault Master. Allerdings hebt sich der Interstar mit seiner markanten Schnauze vom baugleichen Schwestermodell ab.
Der neue Interstar läutet zugleich das Zeitalter der Elektromobilität bei Nissan großen Transportern ein. Bis 2027 sollen alle leichten Nutzfahrzeuge von Nissan elektrifiziert sein. Zunächst bieten die Händler den Interstar-e nur mit einer 87-kWh-Batterie und bis zu 460 km Reichweite an. Eine Version mit 40 kWh, die eher für den Stadtverkehr ausgelegt ist, will Nissan zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen.
Aufladen lässt sich der Interstar-e mit der großen Batterie besonders schnell mit bis zu 130 kW an Gleichstrom-Ladesäulen. Innerhalb einer halben Stunde erhöht sich die Reichweite um rund 250 km. Bei Wechselstrom dauert es laut Nissan knapp vier Stunden, bis die Batterie wieder voll ist.
Verbrenner bleiben beim Nissan Interstar im Angebot
Für alle Handwerker, die dem Elektroantrieb skeptisch gegenüberstehen, bleibt aber auch der Verbrenner im Angebot. Der überarbeitete Turbodiesel kommt bereits im kleineren Primastar zum Einsatz und soll den Verbrauch um 1,5 auf 7,4 l/100 km verringern. Interstar-Kunden können zwischen vier Triebwerken in den Leistungsstufen 105, 130, 150 oder 170 PS wählen, gekoppelt mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder einer 9-Gang-Automatik, die aber nur für die beiden kräftigeren Motoren verfügbar ist.
Durch das stromlinienförmige Design der Karosserie konnte laut Nissan der Luftwiderstand um 20 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell gesenkt werden. Der kürzere Radstand erleichtere das Rangieren, weil der Wendekreis abhängig von der Fahrzeuglänge um bis zu 1,2 m verringert werden konnte. Angeboten werden die Dieselvarianten in zwei Längen und zwei Höhen (L2H2, L3H2 und L3H3), während es den Interstar-e nur in L2H2 gibt. Die größte Nutzlast bietet der 4 t schwere Diesel-Kastenwagen mit 1.925 kg, als Fahrgestell kann er sogar 2.175 kg schultern. Die maximale Anhängelast liegt bei 2.500 kg.
Die Preisliste für den neuen Interstar beginnt bei 34.250 Euro netto für das Einstiegsmodell L2H2 mit 105 PS. Den Interstar-e gibt es ab 53.380 Euro netto. Dafür bekommen die Käufer wie bei allen Nissan-Nutzfahrzeugen eine Fünf-Jahres-Garantie bis zu einer Laufleistung von 160.000 km. Für die Elektrovariante bietet Nissan darüber hinaus eine Acht-Jahres-Garantie auf die Batterie.