Alternativen zum Verbrenner Elektroantrieb gewinnt beim Pick-up an Bedeutung

Ford, Marktführer im Pick-up Segment, bietet den Ranger ab Sommer 2025 erstmals als Plug-in-Hybrid (PHEV) an. Maxus setzt mit dem eTerron 9 dagegen komplett auf eine Batterie als Kraftquelle.

Ford Ranger PHEV
Bei einer Anhängelast von bis zu 3,5 t kann der Ford Ranger PHEV auch Minibagger an den Haken nehmen. - © Ford

Ford hält sich bei seinen Pick-ups in Mitteleuropa mit einem reinen Elektroantrieb noch zurück. Der für den amerikanischen Markt entwickelte F-150 Lightning wird nur in Norwegen angeboten, wo die Elektromobilität schon deutlich mehr an Fahrt aufgenommen hat als im Rest Europas.

Hierzulande rüstet Ford den Ranger als Marktführer im Segment der Pick-ups mit 1 t Nutzlast zu­­nächst mit einem komplett neu entwickelten Plug-in-Hybridantrieb auf. Mit 279 PS bei 690 Nm Drehmoment ist er noch stärker als das bis­herige Spitzenmodell mit einem V6-­Turbodiesel unter der Haube.

Fords Pick-up kommt aus Südafrika

Der Einstiegspreis in der Ausstattungsvariante XLT liegt bei 44.690 Euro netto. Für das limitierte Sondermodell Stormtrak werden knapp 58.000 Euro fällig. Mit der Auslieferung der ersten Ranger PHEV, die im südafrikanischen Silverton gebaut werden, will Ford im nächsten Sommer beginnen.

Wie Ford betont, müssen die Kunden des PHEV-Modells keine Kompromisse gegenüber den Verbrennern eingehen. Nutzlast (1 t) und Anhängelast (3,5 t) bleiben ebenso unverändert wie die Offroad-Qualitäten des Rangers. Die Batterie sei so platziert worden, dass sie weder Bodenfreiheit noch Rampenwinkel einschränkt. Ein besonderes Plus für Gewerbetreibende: Dank Vehicle-to-Load-Technik, die auch der Maxus eTerron 9 an Bord hat, können Handwerker den Pick-up als Stromquelle für Elektrowerkzeuge nutzen. Serien­mäßig stehen 2,3 kW zur Verfügung. Optional gibt es ein Variante mit 6,9 kW und zwei weitere An­schlüsse im Bereich der Lade­fläche.

Maxus erreicht 5 Sterne bei Sicherheitstest

Maxus eTerron 9
Der Maxus eTerron 9 gilt als erster vollelektrischer Pick-up mit serienmäßigem Allradantrieb in Europa. - © Maxomotiv

Der Maxus eTerron 9 gilt als erster vollelektrischer Pick-up mit serienmäßigem Allradantrieb in Europa. Laut Maxomotiv, dem deutschen Importeur, soll der Pritschenwagen als Vorbote einer umfassenden Mo­delloffensive der Nutzfahrzeugmarke des chinesischen Saic-Konzerns ab Ende 2024 in den Markt eingeführt werden. Beim Euro NCAP wurde der eTerron Anfang Dezember mit fünf Sternen in die beste Kategorie eingestuft.

Angetrieben wird der Pick-up von zwei Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse, die 170 bzw. 272 PS leisten. Für verschiedene Einsatz­zwecke stehen sechs Fahrmodi zur Verfügung. Zu­sätzlich lässt sich ein Modus individuell konfigurieren, um Lenkung, Leistung, Stabilitätskon­trolle, Rekuperation oder die Höhe der serienmäßigen Luftfederung an die persönlichen Vorlieben anzupassen. Laut Hersteller sind rund 400 Kombinationen möglich.

Die Normreichweite gibt Maxus mit 430 km an. An einer Schnell­ladestation lasse sich die 102 kWh starke Batterie in 40 min von 20 auf 80 Prozent aufladen. Das 5,5 m lange Fahrzeug bietet eine Nutzlast von 640 kg. Für den Transport langer Gegenstände lässt sich die Rückwand der Fahrerkabine versenken. Den frei werdenden Raum unter der Motorhaube nutzt Maxus für ein zusätzliches Gepäckfach mit einem Ladevolumen von 236 l.